Stadtleben

Im Kino: „Austenland“

Spätestens seit der erfolgreichen Verfilmung von Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“ als BBC-Miniserie im Jahr 1995 gibt es einen Hardcore-Fanblock, der wenig an Literaturgeschichte interessiert ist und viel am durchnässten Hemd und dem brütenden Blick des Schauspielers Colin Firth als Mr. Darcy. Diese Mädchenfantasien über eine Zeit, in der Männer noch Gentlemen waren, bedient die Komödie „Austenland“ und nimmt sie gleichzeitig aufs Korn.

Jane (Keri Russell) ist ein schwärmerischer Austen-Fan ohne reales Liebesleben und bucht eine Reise nach England, wo eine geschäftstüchtige Dame ein historisches Fantasieland geschaffen hat, in dem sich die hoffnungslosen Austen-Neurotikerinnen als Regency-Damen von männlichen Schauspielern in engen Hosen umschwärmen lassen können. Das ist natürlich reichlich absurd und nur für diejenigen gemacht, die die Bezüge zu „Stolz und Vorurteil“ nachvollziehen können. Aber immerhin: Der Film ist enorm gut gelaunt und nimmt sich selber nicht sehr ernst. Trash, aber man lacht.

Text: Catherine Newmark

Foto: 2013 Sony Pictures Releasing GmbH

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten:Austenland“ im Kino in Berlin

Austenland?, USA/Großbritannien 2013; Regie: Jerusha Hess; Darsteller: Keri Russell (Jane Hayes), JJ Feild (Mr. Henry Nobley), Bret McKenzie (Martin); 97 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 17. Oktober

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