Stadtleben

Künstler verklagen die Stadt

Der seit Jahren schwelende Streit um die Sanierung der East-Side-Gallery in Friedrichshain geht in die nächste Runde. Der Anwalt Hannes Hartung will im Namen von drei Künstlern, die Teile der Mauer ursprünglich mitgestaltet hatten, beim Landgericht Berlin Klage einreichen. „Wir wollen klären, ob das Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, als Eigentümer berechtigt war, für die Mauersanierung die Bilder der East-Side-Gallery zu vernichten“, sagte Hartung gegenüber dem „Tagesspiegel“. Sollte die Klage Erfolg haben, könnten nach derzeitigem Stand bis zu 15 weitere Klagen von anderen Künstlern folgen.

2009 war das 1990 von Künstlern aus Ost und West mit 103 Bildern bemalte Gesamtkunstwerk zum 20. Jubiläum des Mauerfalls saniert worden. Graffiti und Mauerschäden hatten die Mauer in Mitleidenschaft gezogen. Die Stadt forderte nach der Sanierung, die Werke von den Künstler erneut malen zu lassen bzw. Kopien von anderen Künstlern an den entsprechenden Stellen erstellen zu lassen. Dieses wurde von vielen Künstlern der ursprünglichen Werke abgelehnt.

Foto: Anna Blancke

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