Stadtleben

Lauf-Apps für Jogger

Noch vor wenigen Jahren traten Freizeit-, aber auch ambitioniertere Läufer einfach in sportlich angemessenem Dress, die Laufschuhe geschnürt, vor die Tür und rannten los. Im Zeitalter des Smartphones gehört für viele Läufer inzwischen jedoch noch mehr dazu: die Lauf-App.
Schon ein Blick in den iTunes-Store zeigt, dass es Lauf-Apps gibt wie Sand am Meer. Die Anwendungen sind zugeschnitten auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse. So kann man zum Beispiel seine verbrannten Kalorien zählen, seine Laufstrecken berechnen, sich Motivationstipps senden oder einen Trainingsplan erstellen lassen. Das heißt, Lauf-Apps eignen sich für alle, die ihr Training aufzeichnen wollen – egal, ob ambi­tionierter Läufer oder Einsteiger. Viele der Basis­anwendungen sind kostenlos und lassen sich je nach Bedarf upgraden. Die einzige Vorausetzung, die man erfüllen muss, ist, im Besitz eines Smartphones zu sein.

Runtastic zum Beispiel ist die Lauf-App des Vertrauens von Stephen Arigbabu. Der ehemalige Profi-Basketballspieler und heutige Freizeitläufer nutzt sie vor allem als Trainingstagebuch und Motivationshilfe. „Meine Lauf-App meckert mich zwar nicht an, aber wenn ich da reingucke und sehe, dass ich schon sieben Tage nichts mehr gemacht habe, dann weiß ich, es wird mal wieder Zeit. Außerdem ist es schon motivierend, seine Ergebnisse und Zeiten schwarz auf weiß zu sehen“, fügt er hinzu.
Gute, kostenlose Apps sind zum Beispiel Runtastic und RunKeeper. Runtastic ist die bisher am häufigsten geladene kostenlose App. Alle fürs Laufen wichtigen Daten wie Distanz, Zeit und Geschwindigkeit werden von der App erfasst. Wer keine Lust hat, während des Trainings ständig auf sein Handy zu schauen, kann selbst die kostenlose Version so konfigurieren, dass man während des Laufs eine verbale Auskunft über seine Zeit oder Distanz bekommt. Auch die Orientierung ist durch die relativ genaue Karte unproblematisch. Wer möchte, verbindet Runtastic mit Facebook und postet seine Laufdaten, um auch dort von Freunden gebührendes Lob zu bekommen. Wer noch mehr Lob braucht, muss auf den Sonntag einer jeden Woche warten: „Großartig! Schon zwei Aktivitäten diese Woche.“

Die App RunKeeper motiviert ihre Nutzer mit dem Leaderboard. Dort gibt es regelmäßige Hitlisten der Läufer, die am aktivsten sind. Zudem kann hier die eigene Musik eingebunden werden. Die englischsprachige Stimme, die einem Auskunft über Zeit und Distanz gibt, klingt sympathisch und natürlich. Auf Deutsch ist diese allerdings noch nicht erhältlich. Weitere mehr oder weniger bekannte Apps sind Zombies!?Run!, iRunner und Runmeter. iRunner ist eine kostenlose App mit englischsprachiger Stimme, die neben Geschwindigkeit und Kalorienverbrauch auch die Möglichkeit bietet, mit Zubehör die Herzfrequenz zu messen. Runmeter kostet zwar ein wenig Geld, bietet dafür jedoch einiges an Möglichkeiten. So kann man zum Beispiel gegen seine eigenen Zeiten antreten und sich als Gegner visualisiern. Zombies!?Run! kombiniert die eigene Musik mit einem spannenden Hörbuch, in dem man von Zombies verfolgt wird und um sein ­Leben rennen muss – wenn das mal keine ­Motivationshilfe ist. 

Text: Josephine Apraku
Fotos: Runtastic

Lauf-Apps
Bei Google Play oder im iTunes-Store gibt es eine breite Auswahl an kostenlosen, aber auch gebührenpflichtigen Lauf-Apps.

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