Teekultur

Macha Macha in Kreuzberg

Der achte Aufguss: Im Macha Macha läuft Tee sogar aus der Espressomaschine. Zu Gast an einem geschmacksintensiven Ort voller nerdigem Entdeckungshunger

Macha Macha

Das Macha Macha in der Hasenheide hat ­wieder eröffnet und kommt im neuer Optik ­daher: kleine Tische und Holzhocker, dunkles Holz an der Decke. Inhaltliches Novum ist die programmatische Öffnung hin zum chinesischen Tee. Gab es doch vorher ausschließlich hochwertige Tees aus Japan. Geblieben ist Matcha von außerordentlicher Bioqualität. Und ja: es gibt auch einen Matcha Latte. So viel Zeitgeist darf, nein, soll sein. Darüber hinaus gäbe es einen Houjicha Latte (aus geröstetem Tee) und einen Kurkuma-Ingwer-Latte, jeweils mit Mandel-, Soja-, oder Reismilch.

Außerdem finden die Teeafficionados etwa ­einen zarten weißen Tee aus reinen Teeknospen oder Oolongs und natürlich gereifte ­Pu-Erh-Tees aus China. Darunter einen Pu Erh, der in einer chinesischen Zitrone fermentiert wurde und elegant-minimale Zitrusnoten aufweist, dazu Vanille und Sellerienoten. Nach dem achten, ja achten! Aufguss dominieren dann Erd -, Holz- und Laubnoten. Ein bisschen nerdig geht es also immer noch zu im neuen Macha Macha (ma = rein, cha = Tee) von Erik Spikschen, Japanologe, Betriebswirt und Gründer dieses modernen Teehauskonzepthauses.

Neu auf der Karte: „Sweets“ vom Patissier Throng Nghia Vu: eine vegane Schokotarte, Matchacheesecake und kleine japanische Süßig­keiten (Mochis). Zudem herzhafte japanisch-vegetarische Kleinigkeiten: Onigiris (Reisbällchen), Uchasuke (Reissuppe mit Gemüse), Donburis (japanische Bowls) und Onsen Tamago (japanische Eierspezialität). Auf Wunsch mit einer korrespondierenden Teebegleitung.

Bei aller neuen Offenheit – Kaffee wird es auch weiterhin nicht geben. Die durchaus eindrucksvolle Espressomaschine liefert nämlich keinen Espresso, sondern einen „Machissima”, einen intensiven Matcha Shot.

Macha Macha Hasenheide 16, Kreuzberg, Mi-So 12-19 Uhr, www.macha-macha.de

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