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Mutoid Waste Company im Sommer 1989 in WestBerlin

 

Im Sommer 1989 kam die MUTOID WASTE COMPANY aus London nach Berlin und lebte und arbeitete auf dem Görlitzer Bahnhof in Kreuzberg. Unter anderem schenkten sie Ostberlin ihren „PeaceBird“. Die anarchische Künstlerkommune, gegründet Anfang der 80er Jahre von Joe Rush und Robin Cooke, schweißte aus Schrott von laten Autos und Mottorrädern neue verrückte Fahrzeuge zusammen:

Mutoid Waste Company, Foto: bsd

 

Mutoid Waste Company, Foto: bsd

 

Mutoid Waste Company, Foto: bsd

Der „Käfer-Man“ und der „Peace Bird“ wurden auf Schienenfahrzeuge montiert bzw geschweißt. Damals war der Görli noch ein verlassenes Bahngelände mit Scheinen, die auch Richtung Osten über die Brücke nach Treptow führten. Damals stand aber noch die Mauer dazwischen – genau auf der Brücke.

Mutoid Waste Company, Foto: bsd

Die Künstler schoben den Peace Bird auf den Schienen nach Osten auf die Brücke bis nahe an die Mauer und wollten damit der DDR ein Friedenszeichen schenken. Die Grenzbeamten bekamen es aber wohl mit der Angst zu tun, denn eiligst bauten sie die Schienen auf der Brücke ab, damit der Vogel nicht weiterkonnte… 

Mutoid Waste Company, Foto: bsd

Diese Peace Bird Aktion war schon ein deutliches Vorzeichen für das spätere Fallen der Mauer, könnte man behaupten 😉

Mutoid Waste Company, Foto: bsd

Die Mutoid Waste Company machte in ihrer Wagenburg Kunsthappenings auf dem Görlitzer Bahnhof zusammen mit den Berliner Besuchern. Musikalisch brachten sie Acid House aus London mit.

Mutoid Waste Company, Foto: bsd

 

Alle Fotos: bsd 1989

 

 

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