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Neue Netzwerke in Berlin gegen Obdachlosigkeit

JackensammlungEiner der das Leben kennt – vor allem aber auch dessen Schattenseiten. „Was Kälte bedeutet, kann man erst verstehen, wenn man das selbst mal durchgemacht hat“, schrieb er etwa letztes Jahr im „Straßenfeger“. Und: „Ich war selbst sieben Jahre auf der Straße und ich weiß, wie hart der Winter sein kann.“ Weil auch dieses Jahr der Winter wieder sein eisiges Gesicht gezeigt hat, hat das Obdachlosenmagazin zusammen mit der jungen Berliner Werbeagentur Dojo und der ­social Community Doogood kürzlich eine unkonventionelle Idee entwickelt, um mindestens ­500 warme­ und wetterfeste Winterjacken für Berliner Obdachlose bereitzustellen. So kann man über die Webseite www.onewarmwinter.org mithilfe von Mausklicks bereits ab einen Euro für den Ankauf der Jacken spenden, die vom Großhändler für 30 Euro pro Stück geliefert werden. Doch auch vom Wedding aus beweist die Netz-Community Mitgefühl für die rund 11?000 Obdachlosen, die laut Diakonischem Werk in Berlin leben. Denn dort, in der Sprengelstraße 46, hat Zoltan Dominic Grasshoff unter dem Motto „Wärme mit Herz“ nicht nur eine Wohnung für Notübernachtungen angemietet. Über Facebook ruft er auch zu Kleiderspenden und ander­weitiger Unterstützung auf.

Text: Eva Apraku

Foto: Jens-Hendrik Kuiper

500 Jacken für Obdachlose Geldspenden über www.onewarmwinter.org

Wärme mit Herz Infos über www.mitherz.de und www.facebook.com/nothilfe

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