Stadtleben

Neues Kaufhaus am Alex: „Alea 101“

Alexanderplatz_2012Platz mag man den Alexanderplatz eigentlich schon länger nicht mehr nennen, immerhin ist die platztypische offene Weite über die letzten Jahre immer mehr begrenzt worden. Und das auch noch mit architektonischen Fehlentwürfen. Dachte man bisher, dass das geschmacklose Alexa-Gebäude die letzte Bausünde an diesem Standort war, geht es jetzt ein paar Meter daneben weiter.
Neben dem Fernsehturm auf der Seite des Kinos „Cubix“ entsteht ein neues Wohn- und Geschäftshaus, dass die C&A-Familie Brenninkmeijer baut. Los geht es bereits in diesem Frühjahr. Hintergrund ist die Geschichte der Firma, die hier vor 101 Jahren (1911) das erste C&A- Kaufhaus der Familie errichtete, daher die Zahl 101 hinter dem Namen „Alea“ (lateinisch für Würfel). In den 50er Jahren wurde das Gebäude abgerissen und soll nun wieder errichtet werden, allerdings nicht als C&A-Filiale. Stattdessen soll es auf vier Geschossen diverse Läden und Maisonette-Wohnungen geben, die vom Berliner Architektenbüros Sauerbruch Hutton entworfen worden sind.
Damit nicht genug fällt ein ganzer Teil der umliegenden Grünanlagen den Bauplänen zum Opfer. Schon in den nächsten Wochen sollen 42 Bäume gefällt werden. Und das für einen Einkaufstempel, der an dieser Stelle wohl kaum dringend gebraucht wird.

Mehr über Cookies erfahren