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Plastikmüll vermeiden: Die Upcycling-Einkaufstaschen

Ratlos steht Jana, 27, eine Studentin aus Kreuzberg, im Supermarkt. Sie ist auf der Suche nach Lebensmitteln, die nicht in Kunststoff eingepackt sind. „Einfach ist es mit Getränken oder Joghurts, sehr schwierig wird es bei Pasta.“ Jana gehört zu der wachsenden Gruppe von Menschen, die versuchen, Plastikmüll zu vermeiden. Allein in Deutschland reicht der jährliche Verbrauch von Plastiktüten, um aneinandergelegt 39 Mal die Erde zu umwickeln.

Im Rahmen ihrer Kampagne „Mehr Wege als Einweg im Klimaschutz“ sammelt seit Anfang April LIFE e.?V., eine gemeinnützige Organisation, die sich für Bildung, Umwelt und Chancengleichheit einsetzt, alte Tischdecken oder Bettlaken aus Baumwolle. Dafür sind berlinweit 28 Sammelboxen aufgestellt. So sollen 1?000 Kilogramm Textilien zusammenkommen, aus denen in einer Behindertenwerkstatt 6?000 Upcycling-Einkaufsbeutel genäht werden. Ab September sollen sie dann in Geschäften, die sich an der Kampagne beteiligen, an Kunden verschenkt werden. Projektleiterin Martina Bergk: „Unser Anliegen ist es, die Unternehmen anzuregen, mehr gegen den CO2-Ausstoß zu tun, etwa klimafreundlichere Kühltruhen einzusetzen.“

Text: Dominik Haag

Foto: Modellprojekt „Mehr Wege als Einweg!“

Mehr Wege als Einweg im Klimaschutz?, Stoffe können auch direkt bei LIFE e.?V. abgegeben werden: LIFE e.?V., Rheinstraße 45-46, Steglitz, www.life-online.de

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