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Corona-Regeln

Lockerungen in Berlin ab 10. Juli: Mehr Kontakte und größere Events

In Berlin gibt es erneut Lockerungen der Corona-Regeln. Bereits am 3. Juli entfielen die Kontaktbeschränkungen draußen, nun geht es drinnen weiter. Der Senat verkündete auf einer Pressekonferenz das Ende vieler einschränkender Maßnahmen ab Samstag, 10. Juli, beschert der OP-Maske ein Comeback – und macht sogar den Weg frei für Großveranstaltungen.

Tanzende Menschen auf dem Tempelhofer Feld. Draußen gelten schon keine Kontaktbeschränkungen mehr, mit den Lockerungen ab 10. Juli auch drinnen nicht. Foto: Imago/Emmanuele Contini
Tanzende Menschen auf dem Tempelhofer Feld. Draußen gelten schon keine Kontaktbeschränkungen mehr, mit den Lockerungen ab 10. Juli auch drinnen nicht. Foto: Imago/Emmanuele Contini

Es ist ein seltsamer Zwischenzustand, in dem Berlin sich befindet. Der Anstieg der Delta-Variante bereitet Sorgen, doch die Inzidenzen sind generell niedrig. Derzeit scheint das Virus beherrschbar zu sein, zumal immer mehr Menschen in Berlin geimpft sind. Die Außengastronomie ist gefüllt, draußen braucht man keine Tests mehr. Die Menschen strömen in die Biergärten zum Public Viewing, andere freuen sich über Tanzveranstaltungen in den Außenbereichen von Berlins Clubs oder strömen – man kennt es noch von 2020 – zu nicht genehmigten Raves in Treptower Park oder Hasenheide.

Der Sommer ist, ob erlaubt oder nicht, ein Sommer der Open-Air-Veranstaltungen. Die Gefahr lauert drinnen, das ist auch dem Senat bewusst, der mit seinen Maßnahmen vor allem auf den Schutz vor Aerosolübertragung in Innenräumen abzielt. Gelockert wird trotzdem weiter – und zwar ordentlich. Am 10. Juli tritt eine geänderte Infektionsschutzverordnung in Kraft, die mit zahlreichen Lockerungen für Feiern, Treffen und Großveranstaltungen ein großes Stück Normalität nach Berlin zurückholt. Die Änderungen der Corona-Regeln im Überblick:

Lockerungen in Berlin ab Samstag, 10. Juli

  • Kontaktbeschränkungen gelten draußen schon seit 3. Juli nicht mehr. Nun entfallen sie auch drinnen. Die durchaus unübersichtlichen Regeln (zehn Personen aus fünf Haushalten plus Geimpfte oder Genese) gelten auch in Innenräumen nicht mehr, für private Kontakte drinnen sind die Corona-Regeln also aufgehoben.
  • Personenobergrenzen gibt es bei privaten Treffen jedoch nach wie vor. Private Feiern in Innenräumen sind auf 50 Menschen beschränkt, draußen auf 100.
  • Lockerungen bei der Maskenpflicht: Die simple OP-Maske erlebt ein Comeback, sie ist nun der verpflichtende Standard, so an den Orten keine anderen Regelungen erlassen werden. Die FFP2-Maske mit hoher Schutzwirkung ist im öffentlichen Personennahverkehr und bei körpernahen Dienstleistungen allerdings weiterhin Pflicht.
  • Anders als bei privaten Treffen sind organisierte Veranstaltungen (vor allem im Kulturbereich und Sport) nun mit noch mehr Menschen möglich: In Innenräumen dürfen 1.000 Menschen anwesend sein, bei maschineller Lüftung und entsprechendem Hygienekonzept sogar bis zu 2.000.
  • Veranstaltungen im Freien sind, wenn das Hygienekonzept stimmig ist, auch mit 2.000 Menschen erlaubt. In Einzelfällen sind sogar Großveranstaltungen mit bis zu 5.000 Menschen möglich.
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 Anwesenden müssen feste Sitzplätze vergeben werden, sofern nicht alle Anwesenden negativ getestet sind.
  • Aber es muss nicht überall gesessen werden: Tanzveranstaltungen im Freien sind mit bis zu 1.000 Menschen erlaubt – eine gute Nachricht für die Clubs.
  • Es wird wieder etwas voller, denn wo der Zutritt gesteuert wird, etwa im Einzelhandel, Zoo oder in Museen, gilt die Regel: eine Person pro fünf Quadratmeter.
  • Testpflicht: Sie gilt bei Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen in Innenräumen. Bei Veranstaltungen im Freien sowie bei Wettkämpfen im Profisport müssen erst negative Tests vorgelegt werden, wenn mehr als 750 Menschen zeitgleich anwesend sind.
  • Ausflugsfahrten, Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge und vergleichbare touristische Angebote können ohne Terminbuchung wahrgenommen werden. Negative Tests braucht man hier nur noch, wenn geschlossene Räume betreten werden. Zeit also, mal wieder eine Bootstour in Berlin zu unternehmen.
  • Home-Office: Auch hier gelten Lockerungen, die Pflicht zum Home-Office ist gestrichen, wobei die Rückkehr ins Büro nicht allen gefällt. Unsere Redakteurin hat jedenfalls kein gutes Gefühl beim Ende der Home-Office-Pflicht.

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Mittlerweile an fast jeder Ecke möglich: der Schnelltest. Wir haben alle wichtigen Infos. Dass es so weitreichende Lockerungen gibt, liegt auch am Erfolg der Impfkampagne. Was ihr wissen müsst zu Impfungen in Berlin. Wir lieben Sommernächte in der Außengastronomie: Etwa in diesen schönen Biergärten in Berlin. Oder schauen mal wieder einen Film in den Berliner Freiluftkinos – das Programm.