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Wahlkampf

12 Wahlplakate in Berlin: So schräg machen Parteien Werbung für sich

Am 26. September kommt es zum Tag der Entscheidung. In Berlin dürfen wir gleich drei Stimmen abgeben, einmal für den Bundestag, dann das Abgeordnetenhaus und schließlich beim Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“. Als Motivationshilfen setzen die Parteien auch im Internetzeitalter massenweise Wahlplakate ein. Seit einigen Tagen zieren sie das Stadtbild, hängen an Laternenmasten und Reklametafeln. Wir haben uns 12 Stück mal etwas genauer angeschaut und eine unfreiwillige Komik entdeckt, die der plakativen Politwerbung innewohnt. Hier sind 12 schräge, kuriose, abstruse und seltsame Wahlplakate in Berlin.


Wahlplakate verbieten!

Wahlplakat der Partei zur Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2021. Foto: Imago/Metodi Popow

Sieger der Herzen ist bei der Gestaltung lustiger Wahlplakate natürlich Die Partei. Martin Sonneborns politisches Organ hat ja bekanntlich immer Recht, auch hier, bei der Forderung Wahlplakate zu verbieten, mittels eines Wahlplakats.


Vote for the Queen!

Für die Partei auf dem Wahlplakat: Yvonne Hoffmann, Königin von Westend. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Und noch einmal Die Partei, weil es so schön ist. In Westend tritt eine waschechte Königin an, Yvonne Hoffmann will die Monarchie wieder einführen. Dann muss nicht mehr gewählt werden und alles wäre viel einfacher. Schön! Außerdem steht eine Visumspflicht für Spandauer im Programm der Westender PARTEI-Genossen und Genossinnen. Auch richtig.


Bereit, weil Ihr es seid.

Wahlplakat der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. Foto: Imago/Dirk Sattler
Wahlplakat der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. Foto: Imago/Dirk Sattler

Oha, das klingt ja jetzt weniger grün sonder irgendwie nach „Völker, hört die Signale“, nach nostalgisch angehauchtem Sozialismus. „Bereit, wenn Ihr es seid“. Ja, aber wozu bereit, für die Wachablösung? Vermutlich. Aber doch nicht so, wobei das Ambiente der Frankfurter Allee ja gut zum Sozialismus passt.


Mami, da ist ein Mann im Gebüsch!

Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2021. Es lächelt wirr der Thomas Heilmann von der CDU. Foto: Imago/Stefan Zeitz
Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2021. Es lächelt wirr der Thomas Heilmann von der CDU. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Das ist schon unheimlich, wie der Thomas Heilmann da aus dem Gebüsch grinst. Kinder könnten sich erschrecken, hoffentlich hängen diese Plakate nicht in der Nähe von Kinderspielplätzen! Mille grazie!


Für wen denn sonst?

Wahlplakat der AfD in Berlin. Foto: Imago/Dirk Sattler
Wahlplakat der AfD in Berlin. Foto: Imago/Dirk Sattler

Oh je, die AfD springt nun auch auf den Mietenzug auf. Ja, die Wohnsituation ist in Berlin ein großes Problem, aber was wollen die braunblauen Populisten uns mit dem Slogan vermitteln? „Berliner Wohnungen sind für Berliner da“, klar doch, für wen sonst, aber da fängt ja schon die Debatte an, um die brenzlige Frage, wer denn überhaupt Berliner ist und sich als einer bezeichnen darf. Die Ansicht der AfD will man dazu lieber gar nicht wissen.


Grüße an die Polit-Doktoren

Die PARTEI wirbt in Spandau. Foto: Imago/Metodi Popow
Die Partei wirbt in Spandau. Foto: Imago/Metodi Popow

Und noch einmal Die Partei. Vermutlich richtet sich das Wahlversprechen an Franziska Giffey, die nun ohne Doktortitel gerne Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden würde. Mal sehen, ob das klappt. Die Unterstützung von Michael Müller hat sie ja.


Sonnenblumen für die FDP

Wahlplakat der FDP zur Bundestagswahl. Foto: Imago/Stefan Zeitz
Wahlplakat der FDP zur Bundestagswahl. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Haha, das ist ja wohl etwas schief gegangen, liebe FDP. Hoffentlich sieht auch Christian Lindner die schöne Sonnenblume neben seinem schicken Wahlplakat. Ganz abgesehen davon: „Nie gab es mehr zu tun.“? Was meint der Patrick denn damit? Politisch? Wenn ja, wagemutige Aussage in einem Land, das zwei Weltkriege und eine Spaltung hinter sich hat.


Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

Wahlplakate und Werbung zum Volksentscheid in Berlin. Foto: Imago/Dirk Sattler
Wahlplakate und Werbung zum Volksentscheid in Berlin. Foto: Imago/Dirk Sattler

Irgendwann ist ja auch mal gut. Es ist ja sowieso schwer, den Überblick zu behalten, die Wahlplakate helfen hier auch nicht weiter. Beeinflusst das eigentlich wirklich jemanden in seiner Entscheidung? Mehr Orientierung, weniger Slogans!


SPD – Immer an der Basis

Wahlplakat der SPD in Berlin. Foto: Imago/Dirk Sattler
Wahlplakat der SPD in Berlin. Foto: Imago/Dirk Sattler

Olaf Scholz, das ist der SPD-Mann, der angeblich Kanzler werden will, aber das weiß nur er, behaupten die Kommentatoren. Wobei er, Armin Laschets Fettnäpfchenmarathon sei Dank, ja gerade zumindest an Zustimmung gewinnt. Hier zeigt er sich aber bodennah, immer schön an der Basis bleiben, sonst stolpert man noch.


Ihr ändert Euch nie!

Wahlplakat der MLPD zur Bundestagswahl. Foto: Imago/Metodi Popow
Wahlplakat der MLPD zur Bundestagswahl. Foto: Imago/Metodi Popow

Witzig, die MLPD gibt es noch, hat sich bei denen eigentlich irgendetwas in den vergangenen 350 Jahren verändert? Zuerst immer schön an die eigene Nase fassen, liebe Marxisten-Leninisten!


Fistbump, yeah!

Giffey ist offen für Neues. Foto: Imago/Rolf Kremming
Wahlplakate in Berlin: Franziska Giffey ist offen für Neues. Foto: Imago/Rolf Kremming

Die Giffey schon wieder, yeah, schön offen für Gäste. Wo steht die da nur? Neben einer Discokugel vermutlich, ein bißchen Spaß muss sein.


Unser liebstes Wahlplakat 2021

Wahlplakat nicht geklebt. Danke! Foto: Imago/Stefan Zeitz
Wahlplakat nicht geklebt. Danke! Foto: Imago/Stefan Zeitz

Das ist noch immer die beste Botschaft, den Rest denkt man sich.


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