Protest

LGBT- freie Zonen in Polen? Aktionstag gegen Regierung

Aktionstag gegen LGBT-freie Zonen in Polen: Ein Drittel unseres Nachbarlandes hat sich inzwischen selbst als frei von Schwulen, Lesben und Transsexuellen erklärt. Was die Regierung als Erfolg feiert, ist nicht nur eine Lüge, sondern vor allem eine Menschenrechtsverletzung.

Gegen die Diskriminierung, die in einem Land nur 100 Kilometer entfernt von Berlin, stattfindet, soll es nun in der deutschen Hauptstadt eine Demonstration geben. Samstag, der 7. März, soll „Berliner Aktionstag gegen die Lgbt-Freien-Zonen in Polen“ werden.

Aufgerufen wird zum Protest vor dem Polnischen Institut an der Burgstraße 27 (Mitte). „Wir müssen Druck auf die heteronormative Öffentlichkeit und Presse, unsere Politiker und die lokalen Strukturen erzeugen!“, heißt es im Aufruf für das Event bei Facebook.

Aktionstag gegen LGBT-freie Zonen in Polen - in Polen gab es bereits Demos, hier eine Teilnehmerin in Warschau in Regenbogenfahne.
Aktionstag gegen LGBT-freie Zonen in Polen: Eine Demonstrantin in Warschau – auch in Berlin wird am Samstag demonstriert. Foto: Imago/Zuma

Aktionstag gegen LGBT-freie Zonen in Polen: Das Programm

Das Warm-Up startet ab 12 Uhr, gegen 12.45 beginnen die Reden, Beiträge & Performances von

  • Monika Tichy (Lambda Szczecin)
  • Mateusz Krobski (Institut Równości)
  • Marek Polgesek (Nansea-Queerdos)
  • Jemek Jemowit
  • Cat Jugravu (Queerdos)
  • Alicja Flisak (Dziewuchy Berlin)
  • Jacky-Oh Weinhaus (Travestie für Deutschland)
  • Markus Löw für Kuba Gawron (Mitverfasser „Atlas of Hate“)
  • Stana Iliev (AllOut)
  • Hanna Louise Lidman (Enough is Enough)
  • Florian Filtzinger (Eröffnung und Moderation)

In den vergangenen Wochen hatte es auch in Polen selbst Demonstrationen gegen die „LGBT-free Zones“ gegeben, in Warschau kamen viele Betroffene und Sympathisanten zusammen, um gegen den gefährlichen Trend in Polen laut zu werden. Die Aktion in Berlin soll auch als Solidarisierungserklärung mit den Menschen im Nachbarland verstanden werden.

Die neue EU-Kommissarin für Gleichstellung, Helena Dalli, hatte das Land und die Kommunen, die die entsprechenden Schilder aufstellten beziehungsweise sich selbst so bezeichneten, bereits Anfang Februar heftig kritisiert. 

Auch beim Teddy-Award ging es um die Unterdrückung von nicht heterosexuellen Menschen. In der Volksbühne wurde bei der Preisverleihung an queere Filme vor Wut gebrüllt.

Beim Facebook-Event informiert der Veranstalter über neue Entwicklungen und den Ablauf.

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