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Radio Fritz feuert umstrittenen Moderator

radio fritzDer RBB hat sich nun doch von Fritz-Moderator Ken Jebsen getrennt – allerdings nicht wegen der gegen ihn erhobenen Antisemitismus-Vorwürfe. „Der Sender hat Herrn Jebsen gegen den Vorwurf verteidigt, er sei Antisemit und Holocaust-Leugner“, teilte Programmdirektorin Claudia Nothelle mit. „Allerdings mussten wir feststellen, dass zahlreiche seiner Beiträge nicht den journalistischen Standards des RBB entsprachen. Daraufhin haben wir mit ihm verbindliche Vereinbarungen über die Gestaltung der Sendung ‚KenFM‘ getroffen. Diese hat er wiederholt nicht eingehalten. Wir bedauern das und müssen auf seine Mitarbeit künftig verzichten“. Jebsen selbst wies die Vorwürfe auf der KenFM-Facebook-Seite zurück.

Der Journalist Henryk M. Broder hatte in seinem Blog aus einem aufgeregten Mailverkehr zwischen dem Moderator und einem Hörer zitiert und Jebsen anschließend Antisemitismus vorgeworfen. Der RBB setzte Jebsens Sendung daraufhin aus, ließ ihn nach einer Woche allerdings wieder auf Sendung.

Im Zuge der Entlassung hat Programmchef Stefan Warbeck seinen Hut genommen. Warbeck übernahm für die redaktionellen Versäumnisse von Jebsen die Verantwortung. Er sehe sich „nicht mehr in der Lage, das Programm angemessen zu leiten“, so der RBB. Warbeck war seit 2005 Programmchef bei der Jugendwelle des RBB.

Im aktuellen tip (Ausgabe 25/2011) gibt es auf Seite 10 ein Interview mit dem RBB-Sprecher Volker Schreck zum Thema.

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