Stadtleben

Raucher müssen draußen bleiben

Jetzt rußt es wieder, vielmehr, es raucht. Die Zeit des Essens und Trinkens draußen vor der Tür ist langsam vorbei. Es wird wieder drinnen im Warmen gespeist. Die Raucher müssen wieder draußen qualmen. Und es wird sich diesen Winter zeigen, ob die leidenschaftlichen Giftler als Gäste zweiter Klasse behandelt werden. Also vor der Tür an einem Katzentisch, wenn überhaupt, ihrer Sucht frönen. Auch die gehobene Gastronomie hat nicht immer eine adäquate Lösung für Raucher parat. Da bezahlt der Gast zwar schon mal gut 150 Euro für seinen Restaurantbesuch, wird aber in Sachen Rauchkultur billig abgehandelt und steht verloren irgendwo in einer Ecke rum. Es wird wahrscheinlich ein paar Zigarrenclubs mehr geben, vielleicht noch ein paar Sitzgelegenheiten draußen, unterm Schirm mit Decken, vielleicht noch ein paar andere mehr oder weniger originelle Outdoorfacilities.
Und die Nichtraucher müssen sich wieder daran gewöhnen, dass ihr Tischnachbar sich höflich für fünf Minuten einfach verabschiedet, mit wildfremden Menschen ins Gespräch kommt und man selbst als trockener Nikotinknecht einsam drinnen am Tisch wartet, bis es mit der Kommunikation weitergeht. Na ja, mal sehen was die Raucher und ihre Wirte dieses Jahre alles veranstalten.      

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