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Schnelltest in Berlin: Kosten, Testzentren und wichtige Informationen

Einen Schnelltest in Berlin erhielt man lange an fast jeder Ecke, besonders innerhalb des S-Bahn-Rings hatten Hunderte Testzentren die Abstriche zur Entdeckung von Corona-Infektionen angeboten. Das Angebot war kostenlos – und nun ist es vorbei. Das Bundesgesundheitsministerium setzt einen Beschluss von Bund und Ländern um, wonach die Kostenübernahme endet. Was ändert sich dadurch? Wo gibt es noch Schnelltests in Berlin? Was kosten sie? Für wen ist ein Corona-Schnelltest noch kostenlos? Und was muss man sonst beachten? Die wichtigsten Infos.

Einen Schnelltest in Berlin gab es bis zum 11. Oktober an vielen Orten unkompliziert und kostenlos. Nun sind die Abstriche nicht mehr für alle gratis. Foto: Imago/Stefan Zeitz
Einen Schnelltest in Berlin gab es bis zum 11. Oktober an vielen Orten unkompliziert und kostenlos. Nun sind die Abstriche nicht mehr für alle gratis. Foto: Imago/Stefan Zeitz

Schnelltest in Berlin: Wo kann man sich auf Corona testen lassen?

Mehr als 1000 Teststationen hat es in Berlin für den kostenlosen sogenannten Bürgertest gegeben. Gesammelt wurden die Testzentren in Berlin auf der mittlerweile eingestellten Website test-to-go.berlin. Den Service bietet Berlin allerdings nach wie vor an, gesammelt wird das Angebot an Testzentren in der Stadt nun hier. Der Berliner Senat verweist zudem auf diese offiziellen Testzentren:

  • Testzentrum Charlottenburg: Zillestraße. 10, 10585 Berlin, Mo-Fr 8-15 Uhr
  • Testzentrum Plaza: Frankfurter Allee 71-77, 10247 Berlin, Mo-Fr 8-17 Uhr
  • Testzentrum Berlin Ost (Ortsteil Rummelsburg): Lückstr. 73, 10317 Berlin
  • Testzentrum Lichtenberg: Treskowallee 8, 10318 Berlin, Mo- Fr 8-17 Uhr
  • Testzentrum Marzahn-Hellersdorf: Jänschwalder Str. 4, 12627 Berlin
  • Testzentrum Wedding: Müllerstraße 143, 13353 Berlin, Mo-Fr 8-15 Uhr
  • Testzentrum Neukölln: Leinestraße 37-45, 12049 Berlin, Mo-Fr 8-17 Uhr
  • Testzentrum Berlin Nord: Groscurthstr. 29-33, 13125 Berlin, Mo-Fr 8-15 Uhr
  • Testzentrum Reinickendorf: Senftenberger Ring 3A, 13439 Berlin, Mo-Fr 8-15 Uhr
  • Testzentrum Spandau: Am Juliusturm 64, 13599 Berlin, Mo-Fr 8-15 Uhr
  • Testzentrum Tempelhof-Schöneberg: Mariendorfer Damm 64, 12109 Berlin
  • Testzentrum Oberschöneweide: Ernst-Ziesel-Str. 1, 12459 Berlin

Ein Angebot für Schnelltests in Berlin soll es weiterhin geben, auch wenn viele der Teststellen schließen dürften, denn mit dem Ende der kostenlosen Corona-Tests dürfte auch die Nachfrage sinken. Ganz sauber wurde ohnehin nicht überall gearbeitet. Einblicke in die abenteuerlichen Zustände in manchen Testzentren haben wir hier gesammelt.

Berlin möchte aber weiterhin ein Angebot für Schnelltests aufrechterhalten, unabhängig von privaten Stellen: Für jeden Verwaltungsbezirk soll mindestens ein zentrales Corona-Testzentrum bestehen bleiben.

Warum kostet der Schnelltest jetzt Geld?

Mittlerweile konnte den meisten Menschen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden, die Kosten für Schnelltests sollen deshalb nicht mehr pauschal für alle aus Steuermitteln beglichen werden.

Kostenlose Schnelltests: Wer hat noch Anspruch darauf?

Das heißt aber nicht, dass alle Menschen in Deutschland auf den kostenlosen Schnelltest verzichten müssen. Weiterhin berechtigt sind alle Menschen, die noch kein Impfangebot erhalten haben. Das betrifft Kinder unter 12 Jahren und jene, die erst in den vergangenen drei Monaten das zwölfte Lebensjahr vollendet haben. Auch für Menschen zwischen 12 und 17 Jahren und Schwangere gibt es Ausnahmeregelungen: Bis Ende 2021 steht ihnen ein kostenloser Schnelltest pro Woche zu, weil die Impfempfehlung für sie später erfolgt ist als für andere Gruppen.

Auch für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sind Schnelltests in Berlin weiterhin kostenlos. Auch Menschen, die sich in Quarantäne befinden und Tests brauchen, um diese beenden zu können, erhalten Gratis-Schnelltests in den Zentren.

Für Menschen unter 18 Jahren reicht ein Ausweis, um den Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest zu belegen. Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, sollte eine entsprechende ärztliche Bescheinigung mitbringen. Die Diagnose muss nicht aus den Dokumenten hervorgehen, allerdings Name, Anschrift und Geburtsdatum sowie Angaben zum Aussteller. Eine Schwangerschaft kann man mit einem Mutterpass nachweisen und erhält so den kostenlosen Corona-Test.

Eine Übergangsregelung hat bereits Neukölln angekündigt: Kostenlose Schnelltests gibt es nach ärztlichem Ermessen, so könnte auch Bedürftigkeit ein Kriterium sein. Zuständig sind die Berliner Bezirke, so könnten jeweils unterschiedliche Regeln gelten.

Wichtig dabei ist: Das breite Testangebot richtete sich an Menschen ohne Covid-19-Symptome. Im Fall eines Infektionsverdachtes empfiehlt sich ein Anruf beim zuständigen Gesundheitsamt.

Wie teuer sind Corona-Schnelltests in Berlin?

Der Richtwert in Berlin liegt bei etwa zwölf Euro, gerechnet wird mit einem Sachwert von 3,50 für den Test sowie acht Euro für den Vorgang des Testens. Als die ersten Schnelltests angeboten wurden, lagen die Kosten für einen Termin im Testzentrum zwischen 20 und 50 Euro. Wie teuer die Abstriche nun werden, wird die Zeit zeigen: Mit dem Ausscheiden vieler privater Teststellen könnten die Preise steigen.

Wofür braucht man den Schnelltest?

Ein Schnelltest kann benötigt werden, um eine Quarantäne zu beenden oder die Voraussetzung für eine Auslandsreise sein. In Deutschland ist ein negatives Schnelltest-Ergebnis von einer offiziellen Stelle eine der Möglichkeiten, Zugang zu einem 3G-Ort zu erhalten. Orte, die den Einlass über 2G-Regeln organisieren, können nur mit einem negativen Schnelltest-Ergebnis nicht mehr betreten werden, hier muss man geimpft oder nachweisbar genesen sein.

Schnelltest kaufen: Wo geht das?

Mit dem Ende der kostenlosen Schnelltests dürfte das Testen zuhause wieder beliebter werden. Einfache Antigen-Selbsttests gibt es mittlerweile in vielen Supermärkten, Drogeriemärkten und online zu kaufen. Die Preise variieren stark. Ob Kosten von nur 0,80 Euro pro Test auch weiterhin die Regel bleiben, wird die Marktsituation entscheiden. Der Nachteil von Selbsttests zuhause ist, dass sie nicht professionell durchgeführt werden und man kein Zertifikat erhält. Zur schnellen Kontrolle, ob eine Corona-Infektion vorliegt, sind sie aber trotzdem nützlich.

Was gilt für PCR-Tests?

Die Schnelltests, die in Berlin angeboten werden, sind Antigen-Tests. Deutlich präziser ist der PCR-Test, bei dem die Proben im Labor ausgewertet werden. In den Testzentren gibt es PCR-Tests für Selbstzahler. Die Kostenübernahme ist bundesweit einheitlich geregelt. Wenn der Test aus ärztlicher Sicht oder aus Sicht des Gesundheitsamts notwendig ist, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Weitere Infos, auch für das Verhalten im Verdachtsfall, sammelt Berlin hier.


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