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Schöneberg entdecken: 12 Tipps für den Stadtteil

Schöneberg hat viel zu bieten – wenn man die richtigen Tipps hat. Hier ist es bunt, schön, abwechslungsreich und vor allem grün. Hier hat David Bowie Musik-Geschichte geschrieben und John F. Kennedy die Worte „Ich bin ein Berliner“ gesprochen. In Schöneberg gibt es immer viel zu entdecken – auch, wenn einiges geschlossen ist. Wir kennen tolle Orte in Schöneberg, die immer gehen.


Schönes Naturschutzgebiet: Natur-Park Südgelände

Die Eisenbahn im Natur-Park Südgelände in Schöneberg. Foto: Imago/Schöning

Der Natur-Park Südgelände in Schöneberg ist zu großen Teilen Landschafts- und Naturschutzgebiet. Das verwilderte Areal war einst Teil des Tempelhofer Rangierbahnhofs und ist heute Heimat von Gottesanbeterinnen, Eulen, etlichen Wildbienenarten und verschiedenen Vögeln. Hier gibt es also allerhand zu entdecken – inklusive einer alten Lokomotive.

Der Natur-Park Schöneberger Südgelände verbindet die Elemente Technik, Kunst und Umwelt. Ein Ausflug in den Park auf dem Gebiet des ehemaligen Rangierbahnhofs Berlin Tempelhof ist immer eine Entdeckungsreise.


Aufstieg auf den Insulaner

Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte auf dem Gipfelplateau des Insulaners wurde Anfang der 1960er Jahre errichtet. Zwiscehn den dichtgewachsenen Heidenbuchen merkt man kaum, dass der Berg künstlich entstanden ist. Foto: Imago/Günter Schneider

Von allen Seiten des Parks kann man den Aufstieg auf den Insulaner wagen. Es ist der älteste Trümmerberg Berlins und bietet mit seiner Höhe von 78 Metern eine wunderbare Aussicht. Aus Schutt des zweiten Weltkrieges entstand hier bis 1951 der Trümmerberg zwischen Prellerweg, Sembritzkistraße und Münsterdamm.

Mit Sternwarte, Minigolfanlage, Liegewiese und Volleyballfeld ist hier viel los. Es gibt Spielplätze und sogar eine Rodelbahn. Das 13 Hektar große Gelände bietet viele Dinge zum Entdecken und um einen schönen Tag draußen zu verbringen.

  • Insulaner Prellerweg/Munsterdamm, Schöneberg

Den Winterfeldtplatz erkunden – idealerweise am Markttag

Auf dem Winterfeldtplatz findet regelmäßig ein Wochenmarkt statt, gleichzeitig treffen hier nicht nur die Einwohner:innen aufeinander, sondern auch diverse architektonische Stile. Foto: Imago/Rolf Zöllner

Willkommen in Schöneberg-Nord: mittwochs und samstags ist hier Markttag auf dem Winterfeldtplatz. Bei fast jedem Wetter findet man hier alles von Dinkelkissen über Roaring-Twenties-Hüte bis zum selbstgemachten Senf. Aber auch ohne den Markt ist der Winterfeldtplatz ein gutes Ziel: E

In Berlin gibt es noch viele weitere schöne Wochenmärkte. Jetzt, wo es wärmer wird, macht Bummeln ganz besonders Spaß. Auf dem Winterfeldtplatz gibt es neben tollen Blumen auch kulinarisch so einiges zu entdecken.

  • Wochenmarkt am Winterfeldtplatz Winterfeldtplatz, Schöneberg, Mi: 8-14 Uhr, Sa: 8-16 Uhr

Besuch in der Malzfabrik

Die alte Malzfabrik in Schöneberg ist definitiv einen Besuch wert. Hier kann man kreative Orte sehen und leckeren Kaffee to go trinken. Foto: malzfabrik.de

Der unter Denkmalschutz stehende ehemalige Industriekomplex kann am Südkreuz nicht übersehen werden. Wie riesige Ritterhelme sehen sie aus: Einst waren diese Metall- oder „Darrhauben“ für die Malzproduktion unerlässlich, heute sind sie nur noch dekorativ.

Wo einst Schultheiß gebraut wurde, entsteht seit einigen Jahren ein Kulturzentrum für Möbelerfinder, es gibt Foto-, Film- und Musikstudios, eine Computerwerkstatt und eine Schaufensterpuppenfabrikation. Daneben kann man sich hier die einzigartige Architektur anschauen und das Flair der alten Malzfabrik genießen.


Mittagessen beim Schüsseldienst

Beim Schüsseldienst gibt es nun auch Take away. Die Schüsseln sind gut zu transportieren. Foto: Florian Kottlew

Vorher Küchenchef im Charlottenburger Hotelrestaurant Le Faubourg, nun selbstständig in der Akazienstraße. Hier eröffnete Felix Mielke im letzten ja den Schlüssel-, ähm Schüsseldienst! Das vielleicht hochkulinarischste Imbisslokal in ganz Berlin. Alles was der gebürtige Berliner in der feinen Küche gelernt hat kommt nun in seine sehr intuitiven und leckeren Schüsselgerichte oder auf eine Sauerteigstulle. Perfekt auch zum Mitnehmen und Im-Park-Essen.


Bar-Hopping durch den Regenbogenkiez

Der Nollendorfkiez war schon immer bunt. Hier gibt es viele bunte Bars und Cafés. Foto: Imago/Emmanuele Contini

Am Nollendorfplatz ist immer etwas los. Hier entwickelte sich schon vor den wilden 1920er Jahren die schwul-lesbische-Community. Im berühmten „Eldorado“ in der Motzstraße verkehrten Marlene Dietrich, Claire Walldorf und Christopher Isherwood. Das Quartier, „Nolle“, wie es rund um den Nollendorfplatz genannt wird, beherbergt LGTBQIA+-freundliche Kneipen und Cafés.

  • Bars rund um den Nollendorfplatz vor allem Motzstraße und Umgebung

Den Flohmarkt am Rathaus Schöneberg besuchen

Der Flohmarkt am John-F.-Kennedy-Platz hat jeden Samstag geöffnet. Direkt am Rathaus Schöneberg kann man so einige Schätze finden. Foto: Imago/Joko

Dort wo einst John F. Kennedy die Worte „Ich bin ein Berliner“ sprach findet nun jeden Samstag ein Flohmarkt statt. Keine Profi-Händler oder Designer-Stände: Hier kann man noch richtig trödeln. Zwischen alten Dachbodenfunden und Haushaltsauflösungen kann man noch so einiges entdecken.

Man braucht hier zwar ein gutes Auge, um die wirklichen Schätze zu erkennen, doch vor allem bei der Secondhand-Mode macht man so manch gutes Schnäppchen. Flohmärkte in Berlin: 12 Tipps für die Schatzsuche in der Stadt.

  • Flohmarkt Rathaus Schöneberg John-F-Kennedy-Platz, Schöneberg, Sa: 8-16 Uhr

Ausflug in die Gründerzeit am Viktoria-Luise-Platz

Am Viktoria-Luise-Platz kann man die Sonne genießen. Rundherum gibt es viele Cafés. Foto: Imago/Joko

Prinzessin Viktoria-Luise soll hier eine Zeit lang gewohnt haben. So sieht man elegante und geschmückte Bauten der Gründerzeit rund um den Platz. Ende der 70er Jahre wurde der Platz neu gestaltet, wobei die Anwohner mitbestimmen konnten. So entstand im bayrischen Viertel einer der schönsten Plätze in Berlin. Außerdem gehört der Viktoria-Luise-Platz zu den teuersten Straßen und Bezirken in Berlin. In der Mitte des Platzes steht ein Brunnen mit einer Fontäne. auf ihn zu laufen sechs Gehwege.

Zwischen den Wegen befinden sich kleinere Rasensegmente mit Schmuckbeeten und geschnittenen Buchshecken. Außerdem befindet sich ein Wandbrunnen am Platz, welcher diesen zu etwas ganz Besonderem macht.

  • Viktoria-Luise-Platz Bayerisches Viertel, Schöneberg

Italienische Feinkost bei Viani

Im Viani in Schöneberg gibt es feinste italienische Kost. Und auch Kaffee. Und auch leckere Pizza gibt es zum Mitnehmen. Was will man mehr? Foto: Imago/Emmanuele Contini

Wo früher das Kochhaus Schöneberg war, befindet sich seit 2019 Viani. Hier könnt ihr italienische Feinkost kaufen. Die Qualitätsprodukte kommen direkt aus Italien. Die Büffelmozzarella beispielsweise gehört zu den besten in ganz Deutschland. Daneben gibt es viele weitere Produkte, die an den Italien-Urlaub erinnern. Definitiv einen Besuch wert.

Viani gibt es sogar zwei Mal in Berlin. Ein weiterer Feinkostladen befindet sich im Prenzlauer Berg.

  • Viani Akazienstraße 1, Schöneberg, Tel: 030 577 089 100, Mo-Sa: 10 – 21 Uhr

Orte des Erinnerns besuchen

Gedenktafeln erinnern im Bayerischen Viertel an Ausgrenzung und Entrechtung, Vertreibung, Deportation und Ermordung von Berliner Juden in den Jahren von 1933 bis 1945 in Schöneberg. Foto: Imago/tagesspiegel

Das Denkmal am Bayerischen Viertel soll aufmerksam machen und erinnern an Ausgrenzung und Entrechtung, Vertreibung, Deportation und Ermordung von Juden in den Jahren 1933 bis 1945. Seit 1992 hängen hier 80 Tafeln (jede 50×70 cm groß) an den Masten der Straßenbeleuchtungen rund um den Platz. Auf ihnen wird an die Diskriminierung der damaligen Zeit hingewiesen. Das Flächendenkmal kann allein erschlossen werden, da die Tafeln alle in Sichtweite hängen.

Außerdem gibt es am Rathaus Schöneberg, am Bayrischen Platz und an der Scharmützel-Grundschule in der Münchener Straße Informationstafeln.

  • Orte des Erinnerns Bayerisches Viertel, Schöneberg

Die kürzeste U-Bahn-Strecke Berlins fahren

Die U4 ist die kürzeste U-Bahn-Strecke in ganz Berlin. eine Fahrt lohnt sich dennoch, da Schöneberg viel zu bieten hat. Foto: Imago/viennaslide

Schöneberg ist der einzige Ortsteil in Berlin, der eine eigene U-Bahn-Linie hat. Die U4 hat nur fünf Stationen, ist 2,9 Kilometer lang und führt vom Nollendorfplatz zum Innsbrucker Platz. Mit der Eröffnung 1910 war die Linie der ganze Stolz des damals selbstständigen Stadtteils Schöneberg und ist zudem als die erste kommunale U-Bahn-Linie Deutschlands von Bedeutung.

  • U-Bahn-Linie U4 zwischen Nollendorfplatz und Innsbrucker Platz

Auf dem Rad durch Schöneberg

Der Viktoriapark befindet sich zwar schon in Kreuzberg, doch bei einer Radtour durch Schöneberg ist es der kleine Umweg definitiv wert. Ein Wasserfall mitten in einer Großstadt? Sehenswert! Foto: Imago/Schöning

Schöneberg hat viele tolle Ecken, Viertel und Plätze. Warum also nicht gleich alles mit dem Rad erkunden? So kann man beispielsweise am Rathaus Schöneberg beginnen und von dort aus weiter in Richtung Bayerischer Platz und Bayerisches Viertel. Weiter Richtung Viktoriapark, die Hauptstraße entlang. Hier haben David Bowie und Iggy Pop Mitte der 70er ihre Hits geschrieben und gewohnt. Außerdem kommt man am Schwerbelastungskörper vorbei. Mit diesem testeten die Nationalsozialisten die Belastbarkeit des Berliner Untergrundes, um dann Hitlers „Germania“ zu errichten.

Der Schwerbelastungskörper ist ein 12.650 Tonnen schwerer Zylinder aus Beton und Stahlbeton, der testen sollte, wie belastbar der Berliner Untergrund ist. Foto: Imago/eventfotografen.de

Im Viktoriapark, kurz hinter Schöneberg, kann man dann den künstlich angelegten Wasserfall beobachten. Am Ende der Radtour kann man den Menschen auf dem Tempelhofer Feld beim Skaten, Tanzen und Musik machen zu schauen.


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