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Schönes Schöneberg: 12 Tipps von Kultur bis kulinarisch

Schöneberg ist nicht unbedingt als wildester Stadtteil Berlins bekannt – mal abgesehen von ein paar Ecken, zum Beispiel um den Nollendorfplatz herum. Das ändert aber nichts daran, dass es jede Menge tolle Orte zu entdecken gibt, von kulinarisch bis kulturell interessant. Wir haben 12 Tipps für euch, wie ihr euch euren Tag in Schöneberg verschönern könnt.


Sardinen.Bar – Köstliches aus der Dose

Die Sardinen.Bar Grunewaldstraße bietet Köstliches aus der Dose. Foto: ©Roman Sebastian Janke/ Marla Studio · SARDINEN.BAR · 2016

Fisch-Restaurants sind nichts Ungewöhnliches, auch wenn es sie nicht wie Sand am Meer gibt. Ein Restaurant, das sich jedoch nur auf die Sardine spezialisiert hat, ist hierzulande wohl einmalig. Dabei kommen die kleinen Fische – neben Sardinen auch noch Meeresfrüchte, Makrelen und Thunfisch – in bester Qualität aus der Dose, hergestellt von kleinen Familienbetrieben, auf der Karte. Dazu gibt es frischen Salat und Baguette sowie ausgesuchte Weine. Einer unserer Tipps für Schöneberg, aber eigentlich für ganz Berlin. Denn eine zweite Sardinenbar gibt es in der Stadt nicht.


Eine Traditionskneipe gehört zu Schöneberg-Tipps immer dazu

Im Slumberland herrscht urberlinerisches Kneipen-Flair. Foto: imago images/Berger

Urberlinerisch, aber trotzdem irgendwie außerirdisch ist die 1979 eröffnete Slumberland Bar am Winterfeldtplatz. Sie hat den Sandbodentrend in Berlin losgetreten und seitdem beibehalten. Hier kann es schon mal sein, dass Musiker vorbeischauen und eine spontane Jamsession abhalten. Dazu wird „Held Wodka“ aus Berlin serviert. „Und Rhabarberschorle“, berichtet Inhaber Peter Reich: „Die ist in.“ 

  • Slumberland Goltzstraße 24, Schöneberg, Mo-Do 17-2 Uhr, Fr 17-4 Uhr, Sa 11-4 Uhr

Staunen und in sich gehen in der Apostel-Paulus-Kirche

Architektonisch beeindruckend: die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg. Foto: imago images/Müller-Stauffenberg

Eine der größten Gründerzeitkirchen der Stadt, die Gott sei Dank im Krieg kaum zerstört wurde. Ab und zu finden Konzerte statt, vor allem von Vokalensembles. Aber auch ohne Musik lohnt sich ein Besuch, allein wegen der ursprünglich erhaltenen, großen Fresken. Einer unser Tipps für Schöneberg, die kaum eine*r auf dem Schirm hat. Weitere schöne Kirchen in Berlin findet ihr hier.


Hoch oben auf dem Gasometer die Stadt sehen

Neue Perspektive auf die Stadt: Der Gasometer in Schöneberg kann besucht werden – spannend nicht nur für Fotografen. Foto: Imago Images/Photothek

Der Gasometer in Schöneberg ist seit Günther Jauchs Talkshow über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, wir mögen ihn vor allem, weil die Aussicht so gut ist – wenn man mit einer geführten Tour in die Höhe steigt und nicht nur Schöneberg, sondern Berlin aus ganz neuer Perspektive betrachten kann.


Wein und Brotzeit beim Weinverein Rote Insel genießen

Beim Weinverein Rote Insel geht es gemütlich und bodenständig zu. Foto: Weinverein Rote Insel © Niklas von Schwarzdorn

Das unkomplizierte Weinlokal hat ein einfaches, aber erfolgreiches Konzept: gute, bodenständige Weine aus Rheinhessen zum kleinen Preis und ebenso bodenständige einfache Gerichte. So kommen zum Hula Hupp, einer Cuvée aus Sauvignon Blanc, Riesling und Silvaner, etwa Flammkuchen, handgemachte Piroggen oder warme Fleischwurst auf die meist gut besetzten Holztische.

  • Weinverein Rote Insel Leuthener Straße 5, Schöneberg, Mo-Fr 15-22 Uhr, Sa+So 13-22 Uhr, www.weinverein.berlin

Vinyl-Schätze finden im Plattenladen Dodo Beach

Wer gerne in Vinyl wühlt, sollte bei Dodo Beach vorbeischauen. Foto: imago images/Müller-Stauffenberg

Thomas Spindler, Geschäftsführer der Konzertgentur Trinity Music, hat sich mit dem Dodo Beach seinen Traum erfüllt: einen eigenen Plattenladen. Auf gut 200 Quadratmetern verteilen sich die Vinyl-Platten, darunter jede Menge Sixties-Perlen, aber auch Heavy-Metal, Punk und andere Musikreichtungen sind vertreten.

In allen Bereichen herrscht die Lust an der Nische. Neben den üblichen Neuheiten und den Importen gerade angesagter US-Labels findet sich allerhand Obskures. Das kann eine Platte sein, die gleichzeitig eine Frisbeescheibe ist, eine Beatles-Ten-Inch in Herzform oder einfach eine 7“ – eine besondere Single, die kein anderer Laden in der Stadt im Sortiment hat, weil Spindler sie direkt bei der Band eingekauft hat. Natürlich gehört Dodo Beach zu unseren Lieblings-Plsttenläden in Berlin.


Stöbern und feilschen auf dem Flohmarkt am Rathaus Schöneberg

Jeden Samstag verwandelt sich der Platz vor dem Rathaus Schöneberg in ein Trödel-Paradies. Foto: Mapa Mundi/ Wikimedia Commons/ CC 3.0

Vor dem Rathaus wird nicht nur Geschichte geschrieben, auf dem John-F.-Kennedy-Platz davor werden jeden Samstag und Sonntag auch geschichtsträchtige Dinge verkauft. Nicht alles ist auf den ersten Blick als solches erkennbar, aber mit etwas Geduld und Zeit lohnt es sich allemal, in den Sammelsurien der Händler zu stöbern. Die besten Berliner Flohmärkte findet ihr hier.


Bei Jones Ice Cream gibt es leckeres Eis in hausgemachten Waffeln

12 Tipps für Schöneberg: Wer gutes Eis zu schätzen weiß, sollte bei Jones Ice Cream in Schöneberg vorbeischauen.
12 Tipps für Schöneberg: Wer gutes Eis zu schätzen weiß, sollte bei Jones Ice Cream vorbeischauen. Foto: Julia Luka Lila Nitzschke

Hippe Eisdiele mit großer Auswahl täglich frisch hergestellter Sorten wie Fudge Caramel Peanut, Choco Brownies oder Strawberry Sorbet sowie frisch gebackenen Eiswaffeln. Exzellente, zumeist regionale Zutaten und eine erweiterte Winterkarte mit sehr gutem Kaffee und noch besseren Lütticher Waffeln. Ein Lieblingsort und natürlich eine Lieblings-Eisdiele in Berlin.


Sonnige Samstage auf dem Winterfeldtmarkt verbringen

Hier und dort ist noch immer vom Orientalischen Markt die Rede. Dabei findet sich auf dem Winterfeldtmarkt längst auch eine handwerkliche Lebensmittelkultur aus Italien oder vom Ammersee, von wo die fabelhaften Steckerlfische kommen. An anderen Ständen haben Qualität und Preise eher Großmarktniveau. Indes: Die Mischung macht’s, ein Marktklassiker. Mehr Berliner Wochenmärkte haben wir hier für euch.


Wilde Natur entdecken im Natur-Park Schöneberger Südgelände

Der Naturpark Südgelände ist Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Foto: imago images/Schöning

Im Südosten Schönebergs ist seit Anfang 1997 inmitten eines ehemaligen Bahngeländes einer der schönsten Naturparks der Hauptstadt entstanden. Das Gelände lag fast 50 Jahre brach, wodurch ein einzigartiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstanden ist, der heute gestresste Großstädter zum Entdecken und Entspannen einlädt.

Auf insgesamt 4,2 Kilometer langen Wegen können Besucher nicht nur die Schönheit des Naturschutzgebietes entdecken, sondern auch technische Anlagen wie Bahngleise und den denkmalgeschützten Wasserturm besichtigen.


Berlins vielleicht beste neapolitanische Pizza gibt es bei Malafemmena

Wer denkt, in Berlin bereits richtig gute Pizza gegessen zu haben, sollte bei Malafemmena in Schöneberg vorbeischauen. Foto: Malafemmena

Schon oft waren wir auf der Suche nach Berlins bester Pizza. Und meinten sie gefunden zu haben. Wie dieses Mal! Bei Malafemmena in Schöneberg wird authentische, neapolitanische Pizza im Kuppelofen gebacken. Der teig ist fluffig, der Rand kross, die Tomaten schmecken nach Sonne. Das Team ist typisch italienisch herzlich, im gemütlichen Außenbereich lässt es sich entspannen. Eine Herzens-Empfehlung…


Streetart bewundern im Museum Urban Nation

Von der Fassade auf die Leinwand: Im Museum Urban Nation stellen nationale und internationale Streetart-Künstler aus. Foto: imago images/Schöning

Man sieht sie auf U-Bahn-Zügen oder an Häuserwänden – Urban Contemporary Artworks kann man in Berlin vielerorts bewundern. Wer jedoch nicht durch die ganze Stadt streifen möchte, kann in das Museum Urban Nation an der Bülowstraße gehen. Seit 2017 werden hier Werke internationaler und lokaler Urban-Art-Künstler auf Leinwand gezeigt.

Zusätzlich zur festen, jährlichen Ausstellung im Museum, arbeitet das Urban Nation auch mit Künstler*innen zusammen, die Berlins tatsächliches Gesicht, zum Beispiel Hausfassaden in der Bülowstraße, verschönern. Der Eintritt ist frei.

  • Urban Nation – Museum for Urban Contemporary Art Bülowstraße 7, Schöneberg, Di-Mi 10-18 Uhr, Do-So 12-20 Uhr, www.urban-nation.com

Im Herbst 2020 wurden erstmals Bartouren über den Regenbogenkiez Schönebergs angeboten – da gab es Einblicke in sonst vielen verborgene Welten – zwischen Darkroom und Prosecco. Auf der Suche nach noch mehr kulturellen und kulinarischen Tipps für die Stadt? Wir haben uns in Zehlendorf, Pankow und Kreuzberg umgeschaut. Und für alle, die spät abends noch Hunger bekommen: Das sind unsere liebsten Döner- und Kebapläden der Stadt. Oder einfach mal entspannt im Grünen essen – im schönen Café Botanico.

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