Stadtleben

Schweigeminute für Opfer des Mauerbaus

Catherine-Gericke„Eine Minute für die Freiheit!“ lautet das Motto des Aufrufs, mit dem der Förderverein und die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft für eine Schweigeminute am 13. August werben. Sie soll am Ende der geplanten ökumenischen Andacht mit Bundespräsident Christian Wulff und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und der traditionellen Kranzniederlegung stehen. Auch die BVG wird sich dem Aufruf anschließen und um 12 Uhr alle U-Bahnen und Busse an der nächstgelegenen Haltestelle für drei Minuten anhalten lassen. Eine Lautsprecherdurchsage soll den Fahrgästen mitteilen, dass sich die Verkehrsbetriebe an der Schweigeminute zum Gedenken an den Mauerbau beteiligt. Die Aktion folgt einem historischen Vorbild. Einen Tag nachdem die DDR-Führung die Sektorengrenze der Stadt mit Barrikaden und Stacheldraht abriegeln ließ, kam es am 14. August in West-Berlin zu Kundgebungen. „Die Menschen sollen einen Moment innehalten und sich der Geschichte Berlins und ihrer Teilung bewusst werden“, erklärte Thomas Klein, Mitglied im Förderverein Berliner Mauer, die geplante Aktion.

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