Stadtleben

Tausend Berliner Teenager im Porträt

TeeniesWohl niemand kann so biestig und unbegründet arrogant dreinschauen wie junge Menschen im Teenager-Alter. Aber wohl auch in keinem Alter tragen Menschen jemals wieder mitunter diesen Ausdruck von unbegrenzter Begeisterungsfähigkeit, Offenheit und Liebenswürdigkeit in der Mimik als in diesem Alter, in dem hormonell alles drunter und drüber geht.
Das Künstlernetzwerk Kulturgymnastik – das unter anderem Kulturprojekte mit Schulen plant und realisiert – hatte sich zur Aufgabe gemacht, tausend Berliner Teenies zu porträtieren. Wobei der Begriff „Teenager“ in diesem Fall etwas weiter gefasst wurde: Tatsächlich wurden junge Menschen im Alter zwischen 11 und 19 Jahren auf immer die gleiche Art und Weise fotografiert – so, dass sich ein Vergleich zwischen den unterschiedlichen Persönlichkeiten, Stimmungen und Stadien des Erwachsenwerdens geradezu aufdrängt. „Was uns eint, ist unsere Vielfalt“ wurde denn auch zum Motto dieses Projekts, das nun in Buchform erscheint. Geordnet sind die Fotos in dem Bildband nach Altersgruppen, sodass die Betrachter das Phänomen Teenager-Alter quasi als bewegte Entwicklung erleben. Zur Buchpremiere laden die Herausgeber nun in den Supermarkt ein, einen Veranstaltungsort im Wedding. Dort sind dann auch zahlreiche der Teenager-Porträts an den Wänden zu sehen.                                    

Text: Eva Apraku

S. Steden/A. Chille/C. Kühn: „Teenies – Junge Gesichter in Berlin“,
Bildband mit Porträts von 536 Teenies, Mitteldeutscher Verlag, 14,95 Ђ,

Buchpremiere im ­Supermarkt, Brunnenstraße 64, Wedding, Mi 17.10, 16–19 Uhr,
www.tausendteenies.de,
www.shop.kulturgymnastik.de

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