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Corona-Jahr 2020

Jahresrückblick: So war 2020 in tipBerlin-Karten… (nicht so toll)

Dieses Jahr war eigentlich nur eines: Corona. Wie 2020 war, kann man natürlich an unseren tipBerlin-Karten ablesen: Ab März ist gefühlt kein Tag, keine Stunde, keine Minute vergangen, ohne dass wir über die Pandemie informiert wurden, über sie nachdachten oder irgendwie anders von den Maßnahmen zur Eindämmung, den wirtschaftlichen Konsequenzen oder der Ansteckungsgefahr betroffen waren. Anlass genug für einen Jahresrückblick auf 2020 12 tipBerlin-Karten. Viel Spaß damit – und wir wünschen uns allen ein besseres 2021!


Januar 2020

War im Januar 2020 die Welt noch in Ordnung? Könnte man fast denken, die meisten kannten Corona nur als Biermarke und hatten gute Vorsätze, Hoffnungen und ganz normale Probleme. Jetzt könnte man sagen, es war die Ruhe vor dem Sturm. Aber „Ist die Sache in China ernst?“ fragten wir uns schon Anfang 2020 auf einer unserer tipBerlin-Karten.


Februar 2020

tip-Karten 2020

Auch der Februar lief vergleichsweise normal ab, doch so langsam zogen sich die Wolken zu. Die Nachrichten über das Virus häuften sich und es war nicht mehr nur von China die Rede. Die Situation in Italien wurde ernst, doch noch konnte man im Februar nicht ahnen, wie der März aussehen würde. Die Berlinale fand wie gewohnt statt, Tesla kündigte den Bau einer riesigen Fabrik an, und auch die Zukunft der Berliner Flughäfen war immer wieder im Gespräch. Wann wird der BER wirklich öffnen, wann Tegel schließen?


März 2020

Dann kam der März. Ab Mitte des Monats stellten die Stadt, das Land, der Kontinent und letztlich die ganze Welt auf Stand-by-Modus. Der Einzelhandel schloss bis auf wenige Ausnahmen, das Kulturleben fand nicht statt, die meisten Institutionen machten dicht oder liefen im Notfallbetrieb. Schulen und Kitas pausierten, die Grenzen waren zu und Bars und Restaurants genauso. Ein beklemmendes Gefühl machte sich breit.


April 2020

Der April war der Höhepunkt des Shutdowns, ein Monat der Leere. Plötzlich waren die Touristen weg. Die Berliner Sehenswürdigkeiten und Einkaufsstraßen vereinsamten. Nichts ging, außer mal im Park spazieren zu gehen. Die Welt lernte langsam, mit der Situation umzugehen. Es kam dabei auch zu bizarren Verhaltensweisen: Hamsterkäufen, hysterischer Selbstoptimierung und insgesamt einem digitalen Overkill. Plötzlich saßen alle in Zoom-Meetings, man kaufte fast nur noch online ein und arbeitete im Homeoffice.


Mai 2020

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Taustimmung im Mai. Die Maßnahmen vom März und April wurden langsam gelockert. Ein Hoffnungsschimmer leuchtete am Horizont. Die Kultur lief weiterhin auf Sparflamme, aber Bars und Restaurants konnten in den warmen Monaten fast auf Normalbetrieb zurückgehen. Irgendwie lief das mit den Schulen auch wieder an, und West und Ost freuten sich auf einer unserer tipBerlin-Karten 2020 über neues Klopapier in den Supermärkten.

Der deutsche Chefvirologe Drosten entwickelte sich zum Superstar, auf der anderen Seite liefen Verschwörungstheoretiker auf so genannten „Hygiene-Demos“ herum und schwurbelten von Bill Gates, Chip-Impfungen und der neuen Weltordnung. Eine skurrile Querfront aus Esoterikern, Rechtsextremisten, Esoterikern und Impfgegnern formierte sich.


Juni 2020

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Der Jugend ging die Corona-Sache gehörig auf den Keks. Statt sich brav an Abstandsregeln zu halten, ging die partywütige Generation in die Parks und organisierte dezentrale Raves, bei denen die Ordnungshüter nicht so recht wussten, wie sie dem Phänomen beikommen sollten. Also ließen sie erst einmal feiern.

Die regulären Clubs stellten hingegen auf Biergartenbetrieb um oder wandelten ihre Räumlichkeiten zu Ausstellungsflächen um, so wie das Berghain. Die Grenzen öffneten sich, und man hoffte auf einen halbwegs normalen Sommer, wobei viele besorgt von der „zweiten Welle“ sprachen.


Juli 2020

Die Querdenker waren auf dem Vormarsch, zumindest in den Medien. Die meisten Leute waren aber mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie einverstanden. Man gewöhnte sich an die Masken, an Homeoffice und den Ausfall von Bundesliga, Clubleben, Festivalsaison und Theaterpremieren. Es war Sommer – und so richtig heftig wurde die ganze Sache bei uns ja doch nicht. Dachte man zumindest.


August 2020

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Querdenker beziehungsweise Covidioten versuchten Anfang August, den Reichstag zu stürmen – und wurden von sage und schreibe drei Polizisten aufgehalten. Eine Farce war das, kommentierten wir. Die Kultur lief langsam an. Es gab wieder Ausstellungen, man konnte ins Kino gehen und es gab sogar vereinzelt Live-Konzerte, etwa im Haus der Kulturen der Welt.

Auf der anderen Seite stellte man immer wieder erstaunt fest, dass man neben Corona gar nicht mehr so viel mitbekam von der Welt. Brexit, Trump, Weißrussland, Klimaerwärmung. Das gab es alles doch auch.


September 2020

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Der September war fast wieder normal. Schule fand statt, man traf sich mit Freunden, ging ins Restaurant, es gab Kinopremieren und Theateraufführungen. Mit begrenzter Auslastung, aber trotzdem. Es wurde auch verhältnismäßg viel gereist.

Die Politik erfand immer neue Startegien, Schutzschirme, Maßnahmen und Soforthilfeprogramme, in den USA lief der Wahlkampf, und zugleich stiegen die Corona-Zahlen wieder an. Immer öfter schalteten die Corona-Ampeln auf Orange und Rot. Und auch bei uns änderte sich einiges, so musste unser Schwestermagazin ZITTY nach 43 Jahren eingestellt werden. Es fiel Corona zum Opfer.


Oktober 2020

tip-Karten 2020

Im Oktober wurde klar, dass ein zweiter Lockdown unausweichlich sein wird. Man sprach von einer „Light-Version“. Schulen und Kitas sollten offen bleiben, ebenso der Einzelhandel, doch Bars, Restaurants und die Kultur sollten wieder zurückfahren, die Clubs sowieso. Eine große Frustration machte sich breit. In Friedrichshain wurde das besetzte Haus Liebig34 geräumt, was zumindest zeitweise für andere Schlagzeilen sorgte.


November 2020

Der November brachte nicht viel. Der Lockdown light war deprimierend, zwar gab es Klopapier in den Supermärkten, aber die graue Kälte paarte sich mit den neuen Maßnahmen. Und die gerade erst so lieb gewonnenen Lockerungen verschwanden wieder aus dem Alltag. Kein Kino, kein Theater, keine Restaurants, reduzierte soziale Kontakte. Es blieben nur die Arbeit und der Spaziergang im Park. Wenigstens verlor Trump die Wahl in den USA, und auf Netflix sorgte die teilweise in Berlin gedrehte Schachserie „Das Damengambit“ für Furore.


Dezember 2020

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Das Jahr 2020 war wirklich scheiße. Das lässt sich anders nicht sagen. Wir wünschen Euch allen trotzdem ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins nächste Jahr!


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