Stadtleben

Überraschungen

Es ist ein schönes Experiment, 24 Künstler dazu zu bringen, mit einem Partner, den sie nicht kennen, in Zweier­gruppen ein Kunstwerk her­zu­stellen. Die Arbeiten wechselten im Vier-Wochen-Turnus zwischen den Künstlern mehrfach hin und her, um zum Thema „You can never go home again“ letztlich Gestalt anzunehmen.

Katja Sonnenwend und Sandra Siewert_Harry SchnitgerEinige der Versuche, sich gemeinsam einen Reim darauf zu machen, können als gescheitert angesehen werden, zu unterschiedlich waren wohl die Ansätze, um auf ein Sich-Ergänzen statt Zerstören hinauszulaufen. Sandra Siewert und Katja Sonnenwend hatten wohl auch Schwierigkeiten, zueinanderzu­kom­men, aber das Endprodukt ist interessant genug, um sich damit zu be­schäf­tigen. Bei der Eröffnung gab es zudem eine weitere Überraschung. Die jungen Künstler, die sich meist in Mitte aufhalten, mussten festellen, dass in der Fasanenstraße im alten Westen keinesfalls nur Greise die Galerie Raab füllen und man obendrein auch zu feiern versteht.
Das konnte man auch in den neuen Räumen von Michael Wewerka, der eine frisch ausgebaute Dachetage in der Kup­ferfabrik, Brückenstraße 1, zur Galerie umfunktioniert hat. Er zeigt dort Malerei von Christian Sauer, der sein Handwerk in der UdK gelernt hat. Unter dem Titel „Für ein paar Farben mehr“ zeigt er Bilder, für die es sich lohnt, mehr als nur den schnellen Blick zu riskieren.

Gegenüber, in der allgirls Galerie (Brü­ckenstraße 15a), feierte man derweil „Hochzeit“: „mehrmagda präsentiert das kunstauto“, die fotografische Dokumentation der Restaurierung eines Wartburgs. Cool.Dazu eine weitere Überraschung. Es spielten „The Lost Mojados“. Die kann man auf jede Party einladen.

www.raab-galerie.de
www.galeriewewerka.de
www.allgirls-berlin.org

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