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Übersetzung wissenschaftlicher Arbeiten

Fremdsprachen beherrschen die Welt. Wer nach einem kompetenten Partner sucht, der das eigene Wort übersetzt, sollte die wichtigsten Kriterien kennen.

Foto: Paula May on Unsplash

Zwischen den Fremdsprachenkenntnissen, die sich die meisten während ihrer Schul- oder Ausbildungszeit aneignen, und dem, was später im Berufsleben an technischen oder wirtschaftlichen Ausdrücken benötigt wird, besteht ein himmelweiter Unterschied. Und noch einen weiteren großen Schritt müssen diejenigen wissenstechnisch absolvieren, die mit der Übersetzung wissenschaftlicher Arbeiten betraut sind. Auf was es dabei im Detail ankommt, soll sich nun klären.

Das Problem: Die Berufsbezeichnung kann jeder tragen

„Die Berufsbezeichnungen Dolmetscher und Übersetzer sind in Deutschland nicht geschützt. Daher kann die Qualität der Leistung bei verschiedenen Anbietern sehr unterschiedlich sein“, heißt es beim Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.. Das heißt für denjenigen, der sich nach einem qualifizierten Übersetzer umsieht auch, dass nicht die Berufsbezeichnung an sich für Qualität steht, sondern dass das Leistungsportfolio bzw. auch Kunden-Testimonials sich positiv (oder eben negativ) auf eine Auftragsvergabe auswirken können.

Grundsätzlich unterscheidet der Berufsverband diese Berufsgruppen zumindest im Wording:

  • Die Berufsbezeichnung „Übersetzer“ bezeichnet den Fremdsprachenjongleur, der aus einer schriftlichen Textvorlage auch wieder ein schriftliches Fremdsprachendokument formt.
  • Dolmetscher“ hingegen konzentrieren sich auf die mündliche Übertragung von Fremdsprachentexten. Sie übersetzen auf Basis einer schriftlichen oder mündlichen Vorlage.

Kriterien zur Auswahl eines Übersetzungsdienstes

Ein Übersetzungsbüro für die Übersetzung wissenschaftlicher Texte zu finden ist für den Laien zunächst nicht ganz einfach…, denn die Kriterien sind – bis auf die gewünschte Sprache – zunächst einmal schwer zu fassen. Um eine perfekte Übersetzung wissenschaftlicher Arbeiten zu erhalten, sollten diese Punkte im Vorfeld geprüft werden:

Ob ein Muttersprachler oder ein fachlich versierter Profi die Arbeit übersetzt, entscheidet maßgeblich über den Stil des Textwerks.

Sprachenauswahl. Natürlich muss der Übersetzungsdienst die Sprache anbieten, von der bzw. in die übersetzt werden soll. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang, darauf zu achten, dass der Übersetzungsdienst das „Mutterlandsprinzip“ anbietet. Dabei werden Muttersprachler daran gesetzt, die Texte zu übersetzen. Das gewährleistet ein möglichst hohes Maß an Text-Authentizität – besonders bei Marketingunterlagen oder Präsentationen. Bei hochwissenschaftlichen Arbeiten kann es indes auch eine gute Möglichkeit sein, stärker auf das fachliche Wissen des Übersetzers zu achten. Wichtig ist in jedem Fall, dass mindestens das Vier-Augen-Prinzip angeboten wird. Sprich: Der übersetzte Text wird noch einmal professionell geprüft.  

  • Qualifikationsniveau. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass das Übersetzungsbüro explizit die Übersetzung wissenschaftlicher Texte anbietet. Wer hier noch keine Erfahrung vorzuweisen hat, sollte besser nicht damit beauftragt werden, große Studienarbeiten zu übersetzen. Der Stil kann hier leicht verfälscht werden und das Textniveau leidet darunter. Werden Übersetzer mit Hochschulabschluss im Bereich Übersetzung eingesetzt, ist das ein positiver Indikator für die spätere Qualität der Texte. Des Weiteren ist die Nutzung einer Terminologiedatenbank wie Termbase sinnvoll.
  • Kundenservice. Die Übersetzungsbranche ist ein klassischer Dienstleistungsbereich. Ebenso groß ist auch die verständliche und nachvollziehbare Forderung der Kunden nach Kundenservice. Dieser sollte im Idealfall bei einem kostenlosen Angebot beginnen und bei der Option, einen Probetext übersetzen zu lassen, nicht enden. Pünktlichkeit, Seriosität und Verschwiegenheit sind weitere wichtige Komponenten, die ein Übersetzungsbüro in die engere Wahl rücken lassen. Für den Zeitplan gilt folgende Faustformel: An einem Arbeitstag können zehn Normseiten Text übersetzt werden.

Die andere Seite der Medaille: Das Auftraggeber-Briefing

Eine Übersetzung hängt natürlich maßgeblich von der Übersetzungsqualifikation des Übersetzers ab. Allerdings spielt auch das Briefing des Übersetzers eine große Rolle. Denn je mehr Angaben der Kunde machen kann, desto sicherer findet der Übersetzer auch den Stil, der dem Kunden letztlich gefällt.

Zu einer umfangreichen Auftragsübergabe gehören beispielsweise auch diese drei Punkte:

  1. Fachbereich möglichst genau angeben. Je genauer der Kunde die Details zum Fachbereich angeben kann, desto einfacher wird es auch, den passendsten Übersetzer auszuwählen. Das heißt: Steht im Briefing nur, dass es sich um eine Bachelorarbeit im Fach Biologie handelt, ist das noch derart unspezifisch, dass der Experte für Flora und Fauna im schlimmsten Fall mit der Übersetzung einer Bachelorarbeit mit dem Thema „Genetik“ betraut werden würde. Möglich, aber schade, wenn es noch einen besseren Profi gäbe.
  2. Wordingliste nach Möglichkeit vorgeben. Idealerweise geben Kunden mit dem Auftrag eine Liste der Haupt- und Fachbegriffe an bzw. weisen aus, wie sie ihre branchenrelevanten Hauptbegriffe benannt wissen möchten. Das sichert nicht nur eine Einheitlichkeit zu Präsentationen oder Konferenzunterlagen, sondern ermöglicht auch die größtmögliche Sicherheit, marketingtechnisch das bestmögliche Wording zu nutzen.
  3. Ein versierter Ansprechpartner. Gibt ein Student den Auftrag, dass seine Bachelorarbeit oder eine andere wissenschaftliche Arbeit übersetzt werden soll, ist er natürlich selbst der versierteste Ansprechpartner in der Angelegenheit. Grundsätzlich gilt hier, dass es eine enorme Zeitersparnis ist, wenn Rückfragen schnell und unkompliziert bearbeitet werden können. Aber es zeigt auch, dass das Eingangsbriefing vielleicht besser durchdacht hätte sein müssen. Denn jede Rückfrage kostet Zeit.

Wann sollte ein professionelles Übersetzungsbüro bemüht werden?

Wer eine Bewerbung für einen Auslandsaufenthalt anfertigt, sollte auf die bestmögliche Qualität der Unterlagen achten.

Jeder, der sich nicht voll und ganz zutraut, einen wissenschaftlichen Text in die gewünschte Fremdsprache zu übersetzen, sollte diesen Auftrag an einen Profi vergeben. Wer beispielsweise ins Ausland möchte, muss häufig seine kompletten Bewerbungsunterlagen übersetzen lassen. Letztlich entscheidet dann die Qualität der Unterlagen auch darüber, ob der Traum vom Auslandsaufenthalt wahr wird oder nicht.

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