Stadtleben

Visionen

Alles soll und muss schöner werden in der wüsten Stadtbrache Adlershof in der Nähe des gleichnamigen S-Bahnhofs, konnte man den Festreden zur Einweihung des Forums Adlershof entnehmen. Die 7000 Quadratmeter große Fläche an der Rudower Chaussee zwischen Erwin-Schrödinger-Zentrum und Institut für Psychologie hatte es auch bitter nötig und wurde seit Juni 2007 umgestaltet. Das als städtischer „steinerner Platz“ mit Vegetationsflächen errichtete Forum soll zentraler Treffpunkt, Marktplatz, Versammlungs- und Veranstaltungsort werden.

Die Struktur des Platzes bilden Betonbänder und Granitpflasterstreifen nach Entwürfen des Berliner Büros für Landschaftsarchitektur Häfner/Jimйnez. Die Grünzonen dienen insbesondere der Versickerung des Regenwassers. Baum- und Heckenbepflanzung, straßenseitige Stufen und zahlreiche Bänke sollen zum Verweilen einladen. Leicht seitlich versetzt zu den auf dem Platz befindlichen Forumsgebäuden wurden zwei Plastiken installiert: Zwei zwitterhafte, rotierende Köpfe, die in fünf Metern Höhe das Gelände zu überblicken scheinen. Margund Smolka und Josefine Günschel hatten mit diesem „Kopfbewegung – heads, shifting“- Entwurf den Kunst-am-Bau-Wettbewerb gewonnen. Das ist ein wirklich bemerkenswertes Kunstwerk, das Vergnügen nur denjenigen bereiten wird, die lange Zeit haben, die unmerklichen Veränderungen, das Drehen und Wenden zu verfolgen.

Die Adlershofer geben sich wirklich Mühe, aus diesem unwirtlichen Platz etwas Kommunikatives zu machen. Leider ist dieser Platz noch unvollendet. Es fehlt noch die Randbebauung für eine Mensa der Humboldt-Universität und an zentraler Stelle das Cafй, das ein Verweilen erst vergnüglich macht. Aber bis dahin kann Adlershof nicht mehr warten.

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