Jahr für Jahr entspinnt sich um die Weihnachtsbeleuchtung am Kurfürstendamm und in der Tauentzienstraße ein kleines Drama. 2025 ist das Lichtermeer in der City West vollständig spendenbasiert – und hat wichtige Meilensteine erreicht.

Schon seit September läuft die große Spendenaktion für die festliche Beleuchtung am Kurfürstendamm und in der Tauentzienstraße. In den vergangenen Jahren hatten sich große Immobilienfirmen aus der Finanzierung zurückgezogen, und auch der Berliner Senat hat die Weihnachtsbeleuchtung nicht mehr bezuschusst. „Schenk Berlin dein Licht“ – unter diesem Motto ruft die AG City dazu auf, sich mit Spenden zu beteiligen. Schon im vergangenen Jahr war die Beleuchtung vollständig spendenfinanziert, rund 350.000 Euro kamen zusammen. So konnten in der Adventszeit insgesamt etwa 120 Kilometer Lichterketten in den Bäumen erstrahlen.
Die Möglichkeiten, sich zu beteiligen, fangen 2025 ganz klein an: Privatpersonen können für 11,95 Euro die Patenschaft für einzelne Lampen übernehmen. Wer sich mehr Helligkeit wünscht, kann direkt ein Lampenpaket spenden: Zur Auswahl steht dabei Beleuchtung für einen Viertel-, halben oder sogar einen ganzen Baum, die Kosten dafür reichen von 714 bis 2.975 Euro. Auf Wunsch gibt es Zertifikate dazu, die sich als Geschenk eignen. Und wer den ganzen Baum übernimmt, hat auch die Möglichkeit, individuellen Text oder Logos dort anzubringen – diese Option richtet sich vornehmlich an Unternehmen.
Kurfürstendamm-Weihnachtsbeleuchtung: Wichtige Etappe geschafft
Die Spendenbereitschaft ist hoch, die AG City hat verkündet, dass bereits der dritte Abschnitt der Strecke für Patenschaften freigegeben ist, die Beleuchtung bis zum Lehniner Platz könnte folglich bald gesichert sein. Und danach beginnt die Spendensammlung für den letzten Bereich, die Lichter könnten also bis nach Halensee strahlen.
Dabei nimmt die AG City allerdings nicht jede Spende an. Die rechtsextremen Partei Die Heimat (ehemals NPD) wollte sich mit 714 Euro an der Sammlung beteiligen. Dass es dieser Partei dabei vor allem um besinnliche Weihnachtsstimmung geht, darf bezweifelt werden. Entsprechend haben die Ausrichter der Spendenkampagne den Scheck abgelehnt und die Bank zur Rücküberweisung des Betrags aufgefordert, wie der „Tagesspiegel“ berichtete. Starten soll die Beleuchtung dann am 24. November. Dann eröffnen in Berlin auch die meisten großen Weihnachtsmärkte und die Stadt kommt in festliche Stimmung.
- An der Spendenkampagne beteiligen könnt ihr euch hier.
Einfach stöbern: Das sind die besten Straßen und Kieze zum Einkaufen. Auf den letzten Drücker findet ihr in Spätis Last-minute-Geschenke – manchmal zählt eben der Wille. Einen Ausflug ins Umland kann man gleich nutzen, um die richtige Tanne zu beschaffen. Hier sagen wir euch, wo ihr bei Berlin eure Weihnachtsbäume selber schlagen könnt. Es ist ja noch viel mehr los: Alle Märkte und Flohmärkte in Berlin im Überblick. Spontan heute in Berlin etwas unternehmen: Veranstaltungstipps und gute Events hier.

