Stadtleben

Widerstand gegen Absolutes Rauchverbot

Sie nennen sich Initiative für Genuss, gemeint ist aber vor allem der Genuss von Nikotin. Seit Verabschiedung der neuen Nichtrauchergesetze 2009 werden Raucher beim Ausüben Ihres „Hobbys“ immer mehr beschränkt. Doch vielen Nichtrauchern geht der Schutz vor dem blauen Dunst nicht weit genug. Damit befinden sie sich ganz im Einklang mit der EU, die ihre Mitgliedsstaaten aufgefordert hat, das Rauchverbot weiter auszuweiten.

In Berlin gibt es jetzt eine Volksinitiative, die ein absolutes Rauchverbot in Bars, Gaststätten, Restaurants und auf Kinderspielplätzen durchsetzen will. Dahinter steht ein Bündnis aus mehreren Nichtraucherverbänden, die sich zum „Bündnis frische Luft für Berlin“ zusammen geschlossen haben. Das ruft die Genussinitiative Berlin auf den Plan, die bisher zumindest Ausnahmen im gastronomischen Bereich durchsetzen konnte. Insgesamt sind jedoch nicht einmal 10 Prozent der Berliner Gaststätten Raucherkneipen. Die Gegner des absoluten Rauchverbots befürchten zudem eine Ausweitung der gesamten Verbotspraxis nach dem Motto: heute kein Rauchen mehr, morgen Alkohol oder Kaffee? Wie nun weiter? Absolutes Verbot, Wahlfreiheit, Ausnahmeregelungen? Die Fronten sind klar, doch aus Brüssel weht der Anti-Blaudunst-Wind.

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