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Vertrag endet: Wie geht es mit den Wasserbüffeln im Tegeler Fließ weiter?

Vergangenes Jahr grasten sie bereits um diese Zeit im Norden Berlins. Dieses Jahr lassen sie noch auf sich warten: die Wasserbüffel vom Tegeler Fließ. Ende des Jahres erlischt außerdem der Vertrag zwischen Büffel-Besitzer Helmut Querhammer, dem Bezirksamt Reinickendorf und der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Wie geht es nun weiter mit den Wasserbüffeln? Wir haben nachgefragt.

Pflegen seit Jahren das einzigartige Tegeler Fließ: Die Wasserbüffel von Landwirt Helmut Querhammer. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Die gute Nachricht vorweg: Die Wasserbüffel kehren bald zurück. Das Bezirksamt ist derzeit mit dem Besitzer Helmut Querhammer in Gesprächen über einen Termin, an dem die majestätischen Tiere aus ihrem Winterlager ins Tegeler Fließ zurückkehren. Bereits in den kommenden Tagen könnte es soweit sein.

Die Wasserbüffel sind bereits seit 2015 im Tegeler Fließ aktiv

Seit dem Jahr 2015 sind die robusten (Nutz-)Tiere mit den markanten, geschwungenen Hörnern und dem ruhigen Gemüt im Einsatz, gewissermaßen als tierische Landschaftspfleger. Die konventionelle Pflege wäre ebenso mühsam wie kostspielig, weshalb das ökologische Projekt initiiert wurde – mit Erfolg. Einerseits erhielt das Projekt von Anfang an mediale Unterstützung, zum anderen wurde es auch ausgezeichnet. Im Februar vergangenen Jahres ist es als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt prämiert worden. „Es gilt damit als vorbildliches Projekt, das sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzt“, hieß es damals in der Pressemitteilung des Bezirksamts.

Und eine weitere gute Nachricht: Das Projekt ist auch in Zukunft gesichert. „Die Beweidung durch die Wasserbüffel ist seit dem Jahr 2015 sehr erfolgreich und trägt effektiv zur Pflege der Flächen im Tegeler Fließ sowie für die Erhaltung der biologischen Vielfalt bei“, sagt Michael Hielscher, Pressesprecher im Reinickendorfer Bezirksamt. „Sowohl das Bezirksamt als auch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz möchten das Projekt langfristig fortführen. Die entsprechende Projektvereinbarung zur Fortführung in den Jahren 2021 und 2022 wird im letzten Quartal 2020 vorbereitet und unterzeichnet.“

Heißt: Die Wasserbüffel dürfen auch in den kommenden Jahren ins Tegeler Fließ zurückkehren, wo sie Anwohner*innen wie Besucher*innen begeistern. Eine schöne Nachricht in traurigen Corona-Tagen.


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