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Wie Weihnachten im Ausland gefeiert wird

Weihnachten in ItalienItalien
Bei den Italienern gibt es in der Vorweihnachts- zeit mehrere kleine Feste. Am 6. Dezember kommt San Nicola, am 13. Dezember beschenkt Santa Lucia die Armen. Heiligabend gibt es eine Art Familienlotterie, bei der jeder die Nummer seines Geschenks aus einem Säckchen zieht. Bambinello Gesщ, das Jesuskind, wird am 25. Dezember gefeiert, und auch das ist noch nicht alles. Am 6. Januar erwarten die Kinder La Befana, die gute alte Hexe. Die fliegt auf ihrem Besen nachts von Haus zu Haus und legt den Kindern Süßigkeiten in ihre Schuhe. Denen, die nicht artig waren, bringt sie ein Stückchen Kohle.

Weihnachten in IslandIsland
Die isländischen Kinder glauben an die Weihnachtskerle, die Jуlesveinar. Der mythischen Legende nach gibt es 13 von ihnen, und sie hören auf klangvolle Namen wie Pvörusleikir (Kochlöffellecker) oder Stekkjarstaur (der Schafe und Ziegen ärgert). Zwischen dem 12. und dem 24. Dezember legt jeden Tag ein anderer Kobold kleine Geschenke auf den Fenstersims. Die artigen Kinder bekommen Süßigkeiten, für die nicht so artigen gibt es Kartoffeln. Die Erwachsenen kennen außerdem die Legende der Jуlaköttur, der Weihnachtskatze. Nach der Tradition musste die Wolle aus dem Herbst bis zum Weihnachtsfest verarbeitet sein. Für diese Arbeit bekam man Kleidung. Hatte jemand zum Jahresende kein Kleidungsstück dazugewonnen, galt er als faul und musste fürchten, einer gigantischen Katze zu begegnen, die keine Mäuse jagt, sondern faule Menschen.

Weihnachten in PolenPolen
In Polen ist Weihnachten ein ausgesprochenes Familienfest. Man trifft sich zu einem großen gemeinsamen Festessen, wenn der erste Stern aufgegangen ist. Zum Zeichen der Gastfreundschaft wird manchmal für eine Person mehr gedeckt, als eigentlich zum Essen erwartet wird. Es gibt traditionell achteckige Oblaten zu essen, die reihum gegeben werden und von denen sich jeder ein Stück abbricht. Dabei werden gute Wünsche für das kommende Jahr ausgetauscht.

Weihnachten in IrlandIrland
Eine alte, fast vergessene irische Tradition ist der Adventskranz. Der hat fünf Kerzen. An jedem Advents­sonntag wird eine Kerze angezündet. Am ersten und zweiten Advent brennt je eine violette Kerze. Sie stehen für Besonnenheit und Buße. Die dritte Kerze ist rosa und symbolisiert die Vorfreude auf das Fest. Die vierte ist dann wieder violett. Eine fünfte weiße Kerze steht in der Mitte des Kranzes und wird am Weih­nachtstag angezündet.

Weihnachten in MexikoMexiko
Lateinamerikanisches Temperament zeigt sich auch zum Weih­nachtsfest. Alles ist bunt beleuchtet und überschwänglich geschmückt. Trubel,
Straßenumzüge und Feuerwerk gehören dazu. Vor allem für die Kinder gibt es die Piсata, ein Tongefäß, das mit Süßigkeiten und Obst gefüllt ist. Das Gefäß wird aufgehängt, und die Kinder versuchen mit verbundenen Augen, den Topf zu zerschlagen, um an den Inhalt zu kommen.

 

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