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Wochenend-Tipps: Events, Veranstaltungen und Ideen für eure Freizeit

In Berlin ist immer etwas los – und ganz leicht ist es nicht, sich die besten Events zu suchen. Aber wir haben den Überblick und geben euch jede Woche Tipps fürs Wochenende. Von der wichtigen Ausstellung über den aktuellen Kinotipp bis zur Bühnenshow. Und wer lieber zuhause bleibt, findet auch dafür Empfehlungen. Viel Spaß!


Bühne: Neue Grand Show „Arise“

"Arise" heißt die neue Show im Friedrichstadt-Palast. Die Ideen für die spektakulären Kostüme stammen von Stefano Canulli. Foto: Kristian Schuller
„Arise“ heißt die neue Show im Friedrichstadt-Palast. Die Ideen für die spektakulären Kostüme stammen von Stefano Canulli. Foto: Kristian Schuller

Cameron jettet als erfolgreicher Fotograf von Shooting zu Shooting, stets begleitet von seiner Muse. Als er sie verliert, bestimmt die Antriebslosigkeit seinen Alltag. Wieder und wieder blickt er auf die Fotos, die von einer besseren Zeit erzählen. Plötzlich scheinen die Bilder lebendig zu werden und Cameron wird das Gefühl nicht los, dass ihm seine Muse noch etwas sagen will. Die neue Grand Show ist als Voraufführung zu erleben, bis im September die Premiere ansteht. Mehr über „Arise“ im Friedrichstadt-Palast lest ihr hier.

  • Friedrichstadt-Palast Friedrichstraße 107, Mitte, Sa 7./Di 10./Do 12. /Fr 13./Di 17.8., 19.30 Uhr+Sa 14.8., 15.30+19.30 Uhr, ab 20 €, www.palast.berlin

Gastro: Die „Thaiwiese“ ist zurück

Der Preußenpark ist als „Thaipark“ über Berlins Grenzen hinaus bekannt – und soll nun zum Thai-Streetfoodmarket werden. Foto: Imago/Travel-Stock-Image

Endlich, endlich ist er wieder da: seit letztem Wochenende ist die „Thaiwiese“ zurück. Nach Jahren des mal mehr, mal weniger geduldeten Wild-Marktes im Preußenpark ist alles nun hochoffiziell geregelt: bis Oktober läuft der Markt Freitag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr. Pandemiebedingt dürfen aktuell “nur” 30 Stände betrieben werden, im nächsten Jahr soll das eigens geplante Marktgebäude fertiggestellt werden. Auch Workshops und andere Veranstaltungen sollen Teil des Konzepts sein – wir sind gespannt und freuen uns auf die beste Pad Thai und Som Tam Berlins!

  • Thaiwiese im Preußenpark, Wilmersdorf, geöffnet offiziell von Mo-Fr 12–21 Uhr, Sa+So 10-22 Uhr – am meisten los ist an sonnigen Wochenenden, also Fr-So ab mittags, mehr Infos

Konzert: Martha Rose und Nicolas Fehr

Nicolas Fehr und Martha Rose feiern gemeinsam ihre aktuellen Alben. Foto: Letizia Guel

Ein Albumrelease ohne Konzert ist etwas traurig. Deshalb zelebrieren Martha Rose und Nicolas Fehr, beide Wahlberliner:innen, nachträglich die Veröffentlichung ihrer jeweils 2020 erschienenen Werke „Undress & Dive After“ (Rose) und „Violet“ sowie „Violet XLVIII“ (Fehr).

Und das ergibt Sinn, schließlich wandeln die aus London stammende Multiinstrumentalistin Rose und der zwischen New York, Frankfurt und Hamburg aufgewachsene, multimedial aktive Fehr auf verwandten Pfaden: Zwar interpretiert Martha Rose schon mal ein altes englisches Volkslied, vor allem aber prägen schimmernde 80s-Synthesizer und entrückte Dream-Pop-Vibes ihren Sound auf „Undress & Dive After“, bisweilen auch ein entspannter Disco-Groove.

Fehr, der auch auf Theaterbühnen steht und als Medien-Künstler ausstellt, kreiert seinerseits Synthie-Tracks zwischen Ambient, Avantgarde und Schmusepop. Kenner nennen es Chillwave oder Hypnagogic Pop, Musik zwischen Schlaf- und Wachzustand. Fest steht: Dieser Abend wird nicht ganz von dieser Welt sein.

  • Kesselhaus in der Kulturbrauerei Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, Fr 6.8., 21 Uhr, VVK 13,75 €, Tickets hier

Party: Æden Freitag & Sonntag 

Die Same Bitches, die legendäre Partyreihe, die früher samstags nach der Gegen im Kitkat im Ohm stattfand, ist nun ins Æden gezogen – und war in Höchstgeschwindigkeit ausverkauft. Das macht aber nichts, denn die anderen Tage im Æden lohnen sich auch. Das Æden legt Wert darauf, keine Künstler:innen von weit weg einzufliegen, sondern will lokale Berliner DJs fördern. Am Freitag geht’s um 17 Uhr mit der Partyreihe Euphoria 21 los, am Sonntag schon um 14 Uhr. Bei beiden Partys spielen Nachwuchstalente wie Miran N. oder Yeahlena. 

  • Æden Berlin  Schleusenufer 3, Kreuzberg 

Lesung: Asal Dardan und Dmitrij Kapitelmann im Freiluftkino Hasenheide 

Mit “Betrachtungen einer Barbarin” hat Asal Dardan im Februar einen vielbeachteten Essayband vorgelegt, der es schafft, durch das Persönliche das Politische erfahrbar und empathisch nachvollziehbar zu machen. Ganz anders schreibt Dmitrij Kapitelmann, dessen zweiter Roman, “Eine Formalie in Kiew”, aus seinem eigenen Leben schöpft um eine tragikomische Geschichte um Identität und Heimat zu erzählen. In der Lesung werden die beiden Autor:innen aus ihren sehr unterschiedlichen Büchern lesen und über das Schreiben aus der eigenen Biographie, geteilte Erfahrungen und unterschiedliche Zugänge zu Sprache sprechen. 

  • Freiluftkino Hasenheide in der Hasenheide, Fr., 6. August 2021, ab 18.30 Uhr, Ticket 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Tickets und mehr Infos hier

Kino: „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“

Tom Schilling spielt die Hauptrolle in „Fabian“ – unser Filmtipp der Woche. Foto: DCM/Lupa

Eine große Literaturverfilmung nimmt es mit „Babylon Berlin“ auf: „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Dominik Graf nimmt den Roman von Erich Kästner aus dem Jahr 1931 als Ausgangspunkt und führt uns in die Epoche kurz vor der Machtübernahme der Nazis. Der Regisseur belässt es aber nicht beim Faschismusorakel. Er geht auch medientechnisch auf das Ganze dieser Jahre. An jeder Haustür konnte einem in den erleuchteten Städten damals etwas passieren, was einen durcheinander brachte. Dominik Graf fängt dieses Grundgefühl mit einer sprunghaften Montage ein, mit flirrenden Bildern, manchmal mit visuellen Reimen, die sich erst ganz vom Ende her erschließen. In der Hauptrolle des fragilen, durchlässigen und sensiblen Zeitgenossen: Tom Schilling. Unser Filmkritiker ist von diese „Fabian“-Verfilmung begeistert.


Ausstellung: Swimming Pool – Troubled Waters

Fermín Jiménez Landa,: The Swimmer, 2013, Video 8:54 min, Filmstill, Foto: Courtesy Fermín Jiménez Landa

Wenn die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes zutrifft, werden am Sonnabend Sonne und Temperaturen wieder Lust aufs Baden machen. Ein perfektes Timing für das Künstlerhaus Bethanien, das seine Ausstellung „Swimming Pool – Troubled Water“ am Freitag eröffnet. Zumal im Sommer 2021 die Gruppenausstellung, die Kuratorin Valerie Schulte-Fischedick wegen der Pandemie um ein Jahr verschieben musste, noch dringlicher wirkt als 2020. Denn die glitzernde Oberfläche eines gut gefüllten Pools, die lang Dolce Vita verhieß, versinnbildlicht mit jedem Jahr mehr auch Wasserverschwendung, leere Talsperren und die Kämpfe um und gegen das Wasser, das genauso Leben spendet wie den Tod bringen kann. Von dieser Umdeutung eines Motivs, das in David Hockneys Gemälde „The Splash“ von 1966 den vielfach nachgeahmten American Way of Life symbolisierte, handeln im Bethanien Arbeiten von 13 Künstler:innen und Künstler:innengruppen, unter ihnen Nina Canell, Holda Rós Gudnadóttir, Klara Hobza und Ming Wong sowie ein Filmprogramm mit weiteren Beiträgen. Mehr aktuelle Ausstellungen findet ihr hier.

  • Künstlerhaus Bethanien Kottbussser Str. 10, Kreuzberg, Di-So 14-19 Uhr, Eintritt frei, Rahmenprogramm aktuell auf www.bethanien.de , 6.8.-15.9.

Streaming: Tunnel der Freiheit

„Tunnel der Freiheit“ ist dramatisch und spannend. Foto: SWR/NBC/National Archives

Am 13. August, dem 60. Jahrestag des Mauerbaus, zeigt der RBB … äh … einen gemütlichen Schlagerabend. Wie gut, dann kann man in der ARD-Mediathek diese großartige Doku über den Tunnel 57, der unter der Bernauer Straße in den Osten gebuddelt wurde und über den 57 Menschen gerettet wurden, während der Grenzposten Egon Schultz von den eigenen Posten erschossen wurde. Die Protagonisten Hasso Herschel, Gigi Spina (R.I.P.) und ihre Angehörigen erzählen noch einmal ihre Geschichte. Ein Film, der gekonnt politisches Pathos umschifft, aber dafür sehr viel Privates von diesen Helden des Alltags zeigt, ihre Angst, aber auch ihren Mut. Im RBB gelten die vermutlich immer noch als “westliche Banditen und Menschenhändler”.LuG

  • ARD Mediathek bis 28.07.22, 89 Min

TV: 3 ½ Stunden

„3 1/2 Stunden“ steht in der Mediathek. Foto: RD Degeto/REAL FILM/Amalia Film/Bernd Schuller

Aussteigen oder Weiterfahren, vor diese Wahl ist am 13. August 1961 eine Gruppe von Ostdeutschen gestellt, die von München nach Ostberlin fahren, als sich die Nachricht vom Mauerbau im Zug verbreitet. Eine überzeugte Kommunistin ist an Bord, genau wie eine eher widerständige Band und eine junge Arbeiterin. Ihr ganzes zukünftiges Leben wird dadurch beeinflusst, wie sie sich in den nächsten Stunden zu den politischen Ereignissen verhalten. Die Sendung steht schon seit dem 5. August in der ARD-Mediathek.

  • ARD 7.8., 20.15 Uhr

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