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Wohnen in Berlin: Das sind die teuersten Straßen und Bezirke

Wohnen in Berlin ist teuer geworden. Seit einigen Jahren steigen die Mietpreise in Berlin immer weiter an. Das Angebot von gutem, günstigen Wohnraum wird immer geringer. Besonders innerhalb des S-Bahn-Rings ist das Wohnen teuer. Wer eine Wohnung sucht, sollte auf jeden Fall genug Zeit einplanen. Wir haben mit Daten aus Immobilienportalen und dem Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) nachgesehen, wo es besonders schwierig sein dürfte. Hier sind die teuersten Straßen und Gegenden Berlins.


Viktoria-Luise-Platz

Straßenschild vom Viktoria-Luise-Platz mit schönem Altbau im Hintergrund. Foto: Imago/Shotshop

Hier ist es zwar schon teuer, aber noch das kleinste Übel. Laut ImmobilienScout24 zahlen Käufer*innen für eine neugebaute beziehungsweise renovierte Wohnung hier rund 6.000 Euro pro Quadratmeter. Die Mietpreise liegen bei 12 Euro pro Quadratmeter laut dem Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) von 2020. Die Lage ist natürlich hervorragend. Nollendorfplatz und Wittenbergplatz sind ganz in der Nähe, am Viktoria-Luise-Platz findet man alles, was Schöneberg ausmacht. Vor der Haustür befindet sich die U4-Bahnstation Viktoria-Luise-Platz. Das ganze Areal des sechseckigen Platzes steht unter Denkmalschutz, benannt wurde er nach Viktoria Luise von Preußen, der einzigen Tochter von Kaiser Wilhelm II.


Kollwitzplatz

Skulptur von Käthe Kollwitz am Kollwitzplatz. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Prenzlauer Berg ist vielfältig und abwechslungsreich – und der Inbegriff des Stadtteils ist wohl der Kollwitzplatz, benannt nach der Bildhauerin Käthe Kollwitz benannt, die hier die meiste Zeit ihres Lebens gewohnt hat. Auf dem Platz selber ist sie mit einem Denkmal verewigt. Wer hier zwischen den vielen Restaurants und Bars eine Wohnung kaufen will, muss mit circa 6.450 Euro pro Quadratmeter für eine renovierte oder neugebaute Wohnung rechnen. Für Mietwohnungen (nettokalt) zahlt man am Kollwitzplatz rund 15 Euro pro Quadratmeter.


Wohnen in Berlin: Savignyplatz

Der Savignyplatz ist schön, beliebt – und teuer. Wohnungen hier kosten viel Geld. Foto: Imago/Schöning
Der Savignyplatz ist schön, beliebt – und teuer. Wohnungen hier kosten viel Geld. Foto: Imago/Schöning

Am Savignyplatz muss man ebenfalls in einer neugebauten oder frisch renovierten Wohnung mit knapp 6.450 Euro pro Quadratmeter rechnen. Charlottenburg ist generell beliebt – und somit teuer. Auch für eine Mietwohnung sollte man mit rund 13,80 Euro pro Quadratmetern rechnen, laut der IBB. Die Lage des Savignyplatzes ist aber fast unschlagbar: Nur einmal lang hinschlagen und schon steht man auf dem Ku’damm. Der Zoologische Garten Berlin ist auch ganz in der Nähe. Oder man bleibt gleich da: Am Platz selbst finden sich zahlreiche Restaurants.


Auguststraße

Fassaden von Altbauten in der Auguststraße. Foto: Imago/Schöning

Kein Stadtteil zieht mehr Besucher*innen an als Mitte. Und eine der schönsten Straßen im Stadtteil ist die Auguststraße. Sie wurde nach August den Prinzen von Preußen benannt und verläuft von der Oranienburgerstraße bis zur Einmündung in die kleine Rosenthaler Straße. Die Lage ist beliebt, und das macht sich auch in den Preisen bemerkbar: Hier sind mit 7.500 Euro pro Quadratmeter in einem Neubau beziehungsweise in einer renovierten Wohnung zu rechnen. Bei einer Mietwohnung sollte man sich auf 15,50 Euro pro Quadratmeter einstellen.


Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz mit DB Tower und Hochhäuser am Abend. Foto: Imago/Andreas Gora

Ebenfalls um die 7.900 Euro pro Quadratmeter muss man am Pariser Platz für eine renovierte oder neugebaute Wohnung einplanen. Die Mietpreise können hier zwischen 17 und 19 Euro pro Quadratmetern liegen. Der Verkehrsknotenpunkt im Ortsteil Tiergarten ist gut angebunden und hat sich über die Jahrzehnte stark verändert. Fotos vom Potsdamer Platz im Wandel der Zeit seht ihr hier.


Wohnen in Berlin: Friedrichshain-Kreuzberg ist teuer

Altbauten in der Marchlewskistraße in Friedrichshain. Der Verwaltungsbezirk Friedrichshain-Kreuzberg gehört zu den teuersten Gegenden in Berlin. Foto: Imago/Joko
Altbauten in der Marchlewskistraße in Friedrichshain. Der Verwaltungsbezirk Friedrichshain-Kreuzberg gehört zu den teuersten Gegenden in Berlin. Foto: Imago/Joko

Ein hipper und beliebter Bezirk ist Friedrichshain-Kreuzberg. Das ist auch an den Mietpreisen zu erkennen, denn diese sind in den letzten Jahren hier immer weiter angestiegen. Es ist der zweitteuerste Bezirk in Berlin. Hier muss man im Durchschnitt 13,11 Euro pro Quadratmeter für eine Mietwohnung zahlen. Das geht aus dem IBB-Wohnungsmarktbericht hervor. Immer Neues zu Kreuzberg in allen Facetten findet ihr hier, und auch für Friedrichshain haben wir immer wieder aktuelle Tipps.


Kurfürstendamm

Der Kurfürstendamm mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche von oben. Foto: Imago/POP-EYE

Dass der 3,5 Kilometer lange Boulevard in dieser Liste auftaucht, war ja zu erwarten. Mit knapp 7.900 Euro pro Quadratmeter für eine Neubauwohnung oder eine renovierte Altbauwohnung ist die Flaniermeile natürlich vor allem: teuer. Auch die Mietwohnungen sind mit Preisen zwischen 14,50 und 16 Euro pro Quadratmeter nichts für Schnäppchenjäger. Die Geschichte des Kurfürstendamms geht bis ins Jahr 1542 zurück. Heute findet man hier die besten Läden für eine Einkaufstour. Wer hier wohnt, hat alles zum Leben um sich herum – und wahrscheinlich auch ein gut gefülltes Bankkonto.


Klopstockstraße

Straßenschild der Klopstockstraße. Wohnen hier ist ziemlich teuer, die Straße ist eine der teuersten in Berlin.  Foto: tipBerlin
Straßenschild der Klopstockstraße. Wohnen hier ist ziemlich teuer, die Straße ist eine der teuersten in Berlin. Foto: tipBerlin

Die Klopstockstraße befindet sich im Ortsteil Hansaviertel, das von denkmalgeschützter moderner Architektur geprägt ist. Hier kostet der Kauf von renovierten oder Neubauwohnungen um die 8.200 Euro pro Quadratmeter. Die Mietpreise liegen bei ca. 14,90 Euro pro Quadratmeter. Die Lage direkt am Englischen Garten macht die Straße so beliebt und teuer. Außerdem ist es nicht weit zur Siegessäule, die eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Berlin ist.


Schiffbauerdamm

Das Berliner Ensemble liegt am Schiffbauerdamm. Wohnungen hier gehören zu den teuersten in Berlin. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Das Berliner Ensemble liegt am Schiffbauerdamm. Wohnungen hier gehören zu den teuersten in Berlin. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Den Blick aufs Wasser aus der eigenen Wohnung kann man am Schiffbauerdamm genießen. Er liegt direkt an der Spree zwischen der Weidendammer Brücke und der Reinhardtstraße. Den Namen hat die Straße von den damaligen Schiffbaubetrieben, die hier ansässig waren. Heute gibt es hier immer noch eine Anlegestelle. Am Schiffbauerdamm befindet sich unter anderem das Berliner Ensemble, am anderen Ufer liegt der Bahnhof Friedrichstraße. Die IBB zählt den Schiffbauerdamm mit zum Charitéviertel. Hier liegen die Mietpreise bei 14,80 Euro pro Quadratmeter. Eine renovierte oder neugebaute Wohnung kostet um die 8.500 Euro pro Quadratmeter.


Wohnen in Berlin: Bezirk Mitte

Der Blick vom Berliner Dom im Bezirk Mitte auf die City Ost. Foto: Imago/Christian Ditsch

Der Bezirk Mitte schließt die zehn Bezirksregionen Parkviertel, Osloer Straße, Wedding Zentrum, Brunnenstraße Nord, Brunnenstraße Süd, Moabit West, Moabit Ost, Tiergarten Süd, Regierungsviertel und Alexanderplatz mit ein. Mitte ist nicht nur wegen der zentralen Lage eine der beliebtesten Wohngegenden. Viele bekannte Sehenswürdigkeiten finden sich hier. Und mit 13,80 Euro pro Quadratmeter ist es der teuerste Bezirk in ganz Berlin. Zum Vergleich: In Marzahn-Hellersdorf zahlt man nur 8,02 Euro pro Quadratmeter, laut der IBB.


Gendarmenmarkt

Der Französische Dom am Gendarmenmarkt. Foto: Imago/Joko

Mit knapp 9.700 Euro pro Quadratmeter in einer Neubauwohnung oder frisch renovierten Wohnung ist der Gendarmenmarkt nicht nur einer der schönsten Plätze in Berlin, sondern auch einer der teuersten. Der Französische Dom, der Deutsche Dom und das Konzerthaus bilden das Herzstück des Gendarmenmarktes, den wir zu den schönsten Plätzen Berlins zählen. Bis zum Brandenburger Tor oder Unter den Linden hat man es nicht weit, weswegen die IBB den Platz in ihrem Wohnungsmarktbericht zum Bereich Unter den Linden Süd mit einbezieht. Hier liegt der Preis der Mietwohnungen pro Quadratmeter bei 18,40 Euro.


Pariser Platz

Der Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor. Foto: Imago/Westend61

Der Pariser Platz ist und bleibt die der teuerste Ort zum Wohnen in Berlin. So nah am Brandenburger Tor kostet eine neugebaute oder renovierte Wohnung um die 10.150 Euro pro Quadratmeter. Um den Pariser Platz sind einige Botschaften wie die amerikanische oder französische zu finden. Nicht weit vom Pariser Platz sind auch das Regierungsviertel und der Hauptbahnhof fußläufig gut zu erreichen. Dazu kann man entlang der Prachtstraße Unter den Linden laufen und kommt zu bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Berliner Dom oder dem wieder aufgebauten Berliner Schloss.. Der Pariser Platz zählt im IBB Bericht zum Bereich Unter den Linden Nord, wo die Mietpreise pro Quadratmeter bei 14,30 Euro liegen. Teurer wird es nur im Adlon, einem der besten Hotels der Stadt, das ebenfalls am Pariser Platz liegt.

Kaufpreise wurden aus einer Grafik von ImmobilienScout24 entnommen. Die Mietpreise sind aus dem Wohnungsmarktbericht von 2020 der Investitionsbank Berlin (IBB).


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