Kosmisches Familiendrama

Mit „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ endet der größte Filmepos unserer Zeiten

42 Jahre, neun Filme und Produktionskosten in Milliardenhöhe waren erforderlich, um die Geschichte des Skywalker-Clans und ihrer Widersacher zu erzählen. Der neunte, nach Teil sieben erneut von J.J. Abrams gedrehte Teil markiert nun das Finale der Saga

Rey und die Rebellen, Foto: Lucasfilm/ Walt Disney Studios Motion Pictures German

Kylo Ren (Adam Driver), Prinzessin Leias und Han Solos auf Abwege geratener Spross, muss sich seinem dunklen Meister stellen, der einen neuen Plan ausgeheckt hat, um der bösen Seite der Macht zum endgültigen Sieg zu verhelfen. Diesmal soll es kein Todesstern, sondern eine gigantische Sternenzerstörerflotte richten. Objekt der finsteren Begierden ist zudem die weibliche Schlüsselfigur des Films, Rey (Daisy Ridley). Die stets taufrisch wirkende Heroine übt sich derweil auf einem Waldplaneten in der Jedi-Kunst. Als der tapfere Poe Dameron (Oscar Isaac) eine Geheimbotschaft abfängt und die Rebellen von den mörderischen Absichten des Imperiums erfahren, stürzt sie sich in den ewigen Kampf des Guten gegen das Böse.

Damit beginnt eine rasante Tour-de-Force mit liebgewonnenen Helden wie Chewbacca und C3PO sowie jüngeren Figuren wie Finn und Rose Tico. Es geht auf exotische Wüstenplaneten, zu dubiosen Droiden-Mechanikern, an stürmische Strände und zum geheimnisvollen Hauptquartier der Sith. Charmant webt Abrams immer wieder Szenen mit Wiedererkennungswert für ältere Fans ein, dazu kommen einige Neuheiten, etwa fliegende Stormtrooper und ein noch süßerer Roboter als der sowieso schon knuddelige BB8.

Gut gegen Böse, Foto: Lucasfilm/ Walt Disney Studios Motion Pictures German

Doch jenseits der Gags, Lichtschwerter und Weltraumspektakel ist das kosmische Familiendrama im Kern eine universelle Erzählung von Bestimmung und Schicksal und wie beides letztlich im Dienst einer höheren Sache überwunden werden kann. Die von einem mystischen Band vereinten Kylo und Rey repräsentieren in diesem quasi-religiösen Dualismus rivalisierende Kräfte, die sich zugleich bekämpfen und ergänzen. Aus diesem Spannungsmoment löst sich die einst von George Lucas auf neun Teile angelegte Saga auf.

Etwas endet, aber etwas Anderes beginnt. Denn wohl niemand glaubt im Ernst, dass sich Disney von „Star Wars“ verabschieden wird. Schon gar nicht nach dem überwältigenden Erfolg von Baby Yoda. Nein, in diesem Film ist der süße Knirps nicht zu sehen. Soviel darf verraten werden.

Star Wars: The Rise of Skywalker (OT), USA 2019, 141 Min., R: J.J. Abrams, D: Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Start: 18.12.