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Yoda, Yoda, Yoda: „The Mandalorian and Grogu“ eröffnet die Blockbuster-Saison

Nach drei Serien-Staffeln bekommt die „Star Wars“-Randfigur The Mandalorian einen furchtbar faden Kinofilm. Den Fans wird es egal sein.
Text: Bert Rebhandl
Veröffentlicht am: 20.05.2026
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Stahlhelm und Segelohren: das Titelduo aus „The Mandalorian and Grogu“  © 2026 Lucasfilm Ltd™. All Rights Reserved.

Das Schöne am Science-Fiction-Genre ist, dass das Weltall unendlich ist. Man kann also in aller Ruhe Gott spielen. Hier einmal mit dem Finger schnipsen, und schon ist ein neuer Planet da (nennen wir ihn Nal Hutta, zum Beispiel). Da einmal eine Assel mit einem Walross gekreuzt, und man hat eine neue Spezies: die Hutten. „Star Wars“ (1977) von George Lucas war noch vergleichsweise bescheiden mit seinen Schöpfungsakten: der Wookie Chewbacca vom Planeten Kashyyyk ließ aber schon erkennen, dass in diesem Universum an Knuddeltieren kein Mangel herrschen würde. Eines der größten ist Rotta der Hutte, den man nun in „The Mandalorian and Grogu“ treffen kann, dem neuesten Spektakel aus der Kinoreihe „Star Wars“. Eingeführt wird Rotta als Gladiator. Er ist zu ewigen Kämpfen gegen fantastische Tierwesen verurteilt, bis er auf den Mann trifft, der ihn auf den rechten Weg führt: Den Mandalorian, einen Kopfgeldjäger, der fast durchwegs einen Helm aus sehr stabilem Stahl trägt; wenn er den Schutz dann einmal verliert, kommt darunter der Kopf von Pedro Pascal zum Vorschein, den man sonst nur an seiner heiseren Stimme erkennt.

Der Mandalorian war zuletzt drei Staffeln lang in einer Serie tätig, die „Star Wars“-Fans zu einem Abo des Streamers Disney+ bewegen sollte. So ergibt sich ein Prinzip permanenter Auskopplung: Rund um den Mandalorian entsteht ein eigenes Universum, das zugleich immer schon auf dem Weg ist ins größere, allgemeinere „Star Wars“-Universum. Nun wird aus der Serie der Held ins Kino ausgekoppelt, damit Disney mit einem der Sommer-Blockbuster aufwarten kann: „The Mandalorian and Grogu“ eröffnet die Saison, die im Juli mit Christopher Nolans „Die Odyssee“ ihren Höhepunkt erreichen wird – ausnahmsweise einmal ein echt mythologischer Stoff.

Die Grundkonstellation in „The Mandalorian and Grogu“ ist aus den früheren „Star Wars“-Filmen geläufig: Das Imperium und die Neue Republik kämpfen um die Verfassung des Universums (finstere Despotie gegen Freiheit unter Palmen). Der Mandalorian gehört offiziell keiner Seite an, er ist ein Auftragsarbeiter, an seiner Seite hat er den kleinen Yoda Grogu (ein Kuscheltier mit Segelohren und Wunderkräften). Von Colonel Ward (Sigourney Weaver) bekommt „Mando“ einen Auftrag, einen Schurken zu suchen. Daraus ergibt sich ein zweiteiliges Abenteuer, das um den Planeten Nal Hutta kreist, und weitgehend das bietet, was zu erwarten ist: jede Menge Geballer in altmodischen Raumschiffen (der Mandalorian fliegt ein „vintage vehicle“). Im zweiten Teil geht es für eine Weile ruhiger zu, das sind die einzigen Momente, in denen es ein wenig atmosphärisch und in Ansätzen interessant wird.

Im Übrigen ist „The Mandalorian and Grogu“ einfach locker ausgespielte Marktmacht: „Star Wars“ spielt „Star Wars“, um so etwas wie Innovation, Vision, Intelligenz muss man sich nicht bemühen. Man hat ja das erdrückende Gewicht von Rotta dem Hutten und all den anderen Viechern und Dingen. „Star Wars“ bleibt das Knuddelmonster unter den großen Kinoepen. Irgendwie putzig, aber auch irgendwie furchtbar fad. Den Fans wird es egal sein. Dem Rest der Welt kann es auch egal sein.

The Mandalorian and Grogu USA 2026; 132 Min.; R: Jon Favreau; D: Pedro Pascal, Sigourney Weaver, Jeremy Allen White; Kinostart: 21.5.


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