Dokumentarfilm

„Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel“ im Kino

Der nächtliche Sternenhimmel hat die Menschen von jeher fasziniert. Das Irrationale traf dabei stets auf das Rationale: Die Himmelskörper und die Bilder, die sie vermeintlich zeichnen, bekamen fantasievolle Namen, man schrieb ihren Konstellationen bestimmte Eigenschaften zu, sie wurden zu Ausgangspunkten von Schöpfungsmythen

Universum

Doch die Sterne dienten auch als Navigationshilfen und als Objekte, mit denen die Mechaniken des Universums ergründet werden sollten. Man kann den nächtlichen Himmel natürlich auch einfach nur schön finden – selbst wenn sich dies angesichts der Lichtverschmutzung unserer Großstädte immer schwieriger gestaltet.

Es ist folglich gar nicht so einfach, den Sternenhimmel richtig gut zu fotografieren. Das zeigt auch der Dokumentarfilm „Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel“, für den mehrere Kamera- und Regieteams fünf renommierten Astrofotografen auf ihren Reisen auf fünf Kontinenten gefolgt sind. Eigentlich sollte man nun denken, dass die hier versammelte Kompetenz dem Zuschauer etwas von der Faszination des Themas vermitteln könnte. Doch das ist nicht der Fall. Ermüdend oft sieht man hier einfach dabei zu, wie die Fotografen in attraktiven Landschaften ihre Gerätschaften aufbauen und nebenbei ein paar Banalitäten zum Besten geben. Der Fehler liegt im Konzept: Die Protagonisten sind als Persönlichkeiten nicht stark genug, um den Film zu tragen. Und Bilder vom nächtlichen Sternenhimmel gibt es nur erschreckend wenige. Lars Penning

Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel D 2018, 90 Min. R: Christian Schidlowski, Rohan Fernando, Hannah Leonie Prinzler, Sebastian Kentner, Johannes Backe, Start: 14.6.

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