Berlin-Doku

„Symphony of Now“ im Kino

Bilderreigen mit Electro: „Symphony of Now“

Foto: Pappel Studios UG

Vor gut 90 Jahren wurde Walter Ruttmanns „Berlin – Die Sinfonie der Großstadt“ zu einem zentralen Werk der Stummfilm-Ära. Das Besondere an Berlin, so vermittelt es Johannes Schaff nun in seiner Neufassung, ist das Nachtleben. Jedenfalls erzählt der Film nur davon, in fünf etwas beliebig wirkenden Akten.

Zu Beginn freut man sich noch über ungewöhnliche Perspektiven und Bilder. Doch die zweite Hälfte wirkt wie ein überlanger Werbeclip für die Stadt, die nicht schläft: Tanzende, zwischendurch Bilder von Demos. Dann wieder spielt man bei Kulturevents Mäuschen. Ein paar Menschen, die nachts arbeiten müssen, gibt es auch.

Das musikalische Korsett ist gelungen: Zum Originalfilm wurde dieser Soundtrack mit elektronischer Musik komponiert, das wiederum diente als Vorlage für die Dreharbeiten des Remakes – die Bilder ergänzen in erster Linie die Musik. Der Soundtrack, zusammengestellt von Frank Wiedemann (Âme, Innervisions), verbindet die Werke verschiedener Künstler zu einem kohärenten Ganzen: etwa die Underground-Ikone Gudrun Gut, die Herren Modeselektor und die Krautrock-Legende Hans-Joachim Roede­lius.

Symphony of Now D 2018, 65 Min., R: Johannes Schaff, Kinostart: 12.7.

 

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