Animationsfilm

„Tad Jones und das Geheimnis von König Midas“ im Kino

Enrique Gato dürfte der international erfolgreichste spanische Animationsfilmer sein

Paramount Pictures, Mediaset España, Movistar

Allerdings sieht man seinen Filmen gar nicht an, dass sie aus Spanien stammen. Denn das Konzept beruht nicht auf einer lokalen europäischen Tradition, sondern auf dem erfolgreichen Kopieren kommerzieller amerikanischer Animationsfilme. In gewisser Weise ist das die Tradition der iberischen Trickstudios, die über viele Jahre hinweg als Zulieferer für die US-Amerikaner gearbeitet haben. Das bedeutet aber eben auch, dass dort ein Know-how vorhanden ist, das mit einem guten Drehbuch, attraktiven Figuren und einem angemessenen Budget qualitativ ansprechende Ergebnisse erzielen kann.

In Sachen Tricktechnik, Figurencharakterisierung und Humor müssen sich Gatos Filme nicht verstecken, das ist auch in „Tad Jones und das Geheimnis von König Midas“ nicht anders, dem Sequel zu einem 2012 entstandenen Film um den tollpatschigen Möchtegern-Archäologen Tadeo Jones (aus dem die deutsche Betitelung seinerzeit einen Tad Stones gemacht hatte).

Tad, seine große Liebe, die Star-Archäologin Sara, und eine quicklebendige peruanische Mumie erleben dieses Mal weltweite Abenteuer auf den Spuren von König Midas, wobei der Humor vor allem aus der Diskrepanz zwischen Tads tatsächlichen Fähigkeiten und seinem vor allem auf irrwitzigem Glück beruhenden Ruf entsteht. Nichts Großes, aber allemal gut für einen vergnüglichen Nachmittag.

Tadeo Jones 2: El secreto del Rey Midas (OT) E 2017, 85 Min., R: Enrique Gato, David Alonso, Start: 11.1.

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