Berlinale 2019

Tagestipps Berlinale | 14.2

Verriegelte Zeit

(Retrospektive), 14.2., CinemaxX 8, 12 Uhr, 94 Min.
R: Sibylle Schönemann

Wegen ihres Ausreiseantrages war die Defa-Regisseurin Sibylle Schönemann ins Visier der Stasi geraten: Sie wurde inhaftiert, verurteilt und schließlich von der BRD freigekauft. Nach dem Fall der Mauer kehrt sie an die Stationen erlittenen Unrechts zurück, macht Verantwortliche ausfindig und fragt nach. Sie trifft auf wohlbekannte Muster der Verdrängung und auf gefinkelte Verleugnungsstrategien, sie vermittelt Einblicke in die justiziellen Verfahren der DDR und in die Funktionsweise eines Unterdrückungsapparates. „Verriegelte Zeit“ ist das Zeugnis einer am eigenen Leib erfahrenen deutsch-deutschen Geschichtslektion, ganz ohne erhobenen Zeigefinger.
Alexandra Seitz

Verriegelte Zeit | Locked Up Time | Quelle: Deutsche Kinemathek, © DEFA-Stiftung / Michael Löwenberg

A Dog Called Money

(Panorama), 14.2., International, 14 Uhr, 90 Min.,
R: Seamus Murphy

Zwischen 2011 und 2014 bereiste PJ Harvey mit dem Fotografen Seamus Murphy den Kosovo, Afghanistan und Washington; aus ihren gemeinsamen Reiseeindrücken entstand 2015 der Foto-Gedichtband „The Hollow of the Hand“. 2016 folgte Harveys Album „The Hope Six Demolition Project“. Abgeschlossen wird dieses Gesamtkunstwerk jetzt mit dem Film „A Dog Called Money“, der die Studioaufnahmen zu der Platte dokumentiert, und die Murphy mit einem sehr persönlichen Blick auf Harvey während dieser Reisen verbindet. Entstanden ist eine stimmige, vielschichtige Studie über kreative Prozesse, künstlerische Reflexionen und Begegnungen mit sozialen Realitäten, über Fremdheit, Hoffnung und Desillusion.   Andreas Döhler

A Dog Called Money © Seamus Murphy

The Souvenir

(Panorama),  14.2., Cubix 9, 17 Uhr (Bert Rebhandl), 115 Min.,
R: Joanna Hogg, D: Honor Swinton Byrne, Tom Burke, Tilda Swinton

 

The Souvenir © Agatha A. Nitecka