Japanisch

Tenzan Lab in Prenzlauer Berg

Zen auf Zucker: Im Tenzan Lab löffelt man japanisches Wassereis

Tenzan Lab

Kakigõri also, japanisches Wassereis. Aber das darf man sich keinesfalls wie Flutschfinger vorstellen. Es ist definitiv Next-Level-Wassereis, geschabt aus langsamst gefrorenen, glasklaren Eisblöcken, welche die Kakigõri-Meister im Tenzan Lab vor den Augen der Gäste mit türkisfarbenen Handkurbelmaschinen zu ultrafluffigen Schneeflocken rasieren. Einsteigern machen es Sorten wie Himbeer, Tiramisu oder Ananas leicht. Wir aber wählen den Klassiker des Kakigõri: Uji Kintoki (8 Euro). Zum kräftigen Matcha-Eis, in seinen Grüntee-Aromen weder zu süß noch zu bitter, gesellen sich weiche, rote Adzukibohnenpaste und Moji, kleine japanische Reiskuchen, deren Konsistenz etwas von Marshmallows hat. Wer es noch landestypischer mag: Die Sorte Sakekasu wird aus einer Art Maische gemacht, einem Nebenprodukt der Sake-Produktion. Überzeugend japanisch ist auch die Atmosphäre: Die dunkelgrauen Wände mit minimalistischem Holzinterieur sorgen für zenartige Ruhe. Hier könnte prima Masayoshi Fujitas neue Vibraphon-Platte „Book of Life“ laufen. Man sollte genügend Zeit mitbringen, um diese stoische Eisblockformerei zu bewundern, etwa eine halbe Stunde. Es lohnt sich sehr.

Tenzan Lab Wörther Str. 22, Prenzlauer Berg, Di–So 13–20 Uhr, www.facebook.com/tenzanlab

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