Dokumentarfilm

„Tokat – Das Leben schlägt zurück“ im Kino

„Halbes Leben ist weg.“ So lautet die Zwischenbilanz von Hakan und Kerem, zwei türkischen Männern. Sie haben in ihrer Jugend nicht immer alles richtig gemacht, nicht nur viel Fußball gespielt, sondern auch „ab und zu Kriminalität gemacht“

JIP Filmverleih

Und zwar in Frankfurt, wo sie in den 90ern aufwuchsen und in Jugendbanden gerieten. Kerem, Hakan und Dönmez sind die drei Protagonisten dieses Dokumentarfilms. Sie schauen auf die Zeit früher zurück, wobei die beiden Filmemacherinnen auch Überwachungsmaterial von damals ausgewertet haben.

Hakan und Dönmez sind schon lange wieder in der Türkei, sie wurden abgeschoben, Hakan hat derzeit weder einen deutschen noch einen türkischen Pass, er steckt fest, während Dönmez, dem es mit Frau und Sohn recht gut geht, von einer Rückkehr nach Deutschland träumt.
„Tokat – Das Leben schlägt zurück“ ist ein spannender und aufschlussreicher Film über ein Phänomen, das erst in dieser Langzeitperspektive so richtig in den Blick kommt: Kriminalität von jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Für Hetze findet man hier keinen Anlass, wohl aber für Anteilnahme.

Tokat – Das Leben schlägt zurück D 2016, 78 Min., R: Andrea Stevens, Cornelia Schendel, Start: 13.9.

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