Japanisch

Tsukushiya in Kreuzberg

Japanische Hausmannskost: Keine Sushi im Tsukushiya

Foto: Tsukushiya/ R. Knobloch

Neuer Japaner, nächster Sushi-Spot. Könnte man meinen. Wäre da nicht Kazuko Yokoya, die lustvoll an diesem Klischee rüttelt. Statt Reis-Fisch-Algen-Happen steht eine deftige Hausmannskost mit Hang zu Knoblauch, Ingwer und Bonito auf der Karte ihres gerade eröffneten Delis: viel Frittiertes vom Tofu über mit Schweinebauch gefüllte Teigtaschen, aber auch: Gemüse. Zudem gefüllte Reisbällchen, Kimchi, Reisschalen mit Gemüse-Tempura-Mix, die bekannten Udon-Nudelsuppen und – von 12 bis 17 Uhr – Bento-Boxen für 8,50 Euro sowie eine umfangreiche Sake-Auswahl.
Mit Okonomiyaki serviert das Tsukushiya zudem eine Spezialität, die sonst kaum in Berlin zu finden ist. Diese wird auf einer heißen Steinplatte zubereitet und entpuppt sich als japanische Pancakes wahlweise mit Kimchi, Schweinebauch oder Tintenfisch, kräftig mit Sauce gewürzt. Zudem bieten die über die, auch japanische Pizza genannten, Eierkuchen gestreuten Bonitoflocken einen launigen Anblick. Für einen Moment scheint es, als würden sie tanzen. Unter dem Strich ist das Tskushiya vielleicht nicht in allen Details raffiniert – dafür aber herrlich handfest.

Tsukushiya Dresdener Str. 16, Kreuzberg, Tel. 23 92 92 22, Mo–Sa 12–22 Uhr, www.tsukushiya.de

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