Kino & Film in Berlin

„Und morgen Mittag bin ich tot“ im Kino

Und Morgen mittag bin ich tot

Mukoviszidose heißt die schwere Immunkrankheit, die Lea ständig nach Luft japsen lässt und gegen die sie nur mit einem ständig mitgeführten Sauerstoffgerät ankommt. Nur wenige Monate bleiben ihr noch zu leben, und so will die 21-Jährige ihren Geburtstag mit Mutter, Großmutter und der Schwester in der Schweiz verbringen, um dort am Tag darauf Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Frederik Steiner erzählt in seinem Kinodebüt von den wenigen Tagen nach Leas schwerem Entschluss. Die Berliner Newcomerin Liv Lisa Fries spielt die starke junge Frau als ätherischen Charmebolzen mit angenehm rauem Humor – eine Figur, die durch das ständige Ringen nach Luft förmlich immer gebeugter wird. Zu einem solchen lebensfrohen Charakter passt der Gedanke an ein Fest zum Schluss, und der Film malt die hierfür auch formal erforderlichen Schritte glaubhaft aus. Eine Geschichte im eigentlichen Sinne gibt es nicht mehr. Trauer und das Ringen um Fassung sind die beiden Gefühlszustände, die das Ausdrucksspektrum der übrigen Figuren festlegen. Teils spannend angelegte Charaktere wie die scheinbar robuste ältere Schwester (Sophie Rogall) kommen kaum zur Entfaltung.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Jacqueline Krause-Burberg / Peter Heilrath Filmproduktion / Universum Film

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Und morgen Mittag bin ich tot“ im Kino in Berlin

Und morgen mittag bin ich tot?, Deutschland/Schweiz 2013; Regie: Frederik Steiner; Darsteller: Liv Lisa Fries (Lea), Lena Stolze (Hannah), Sophie Rogall (Rita); 102 Minuten; FSK 12

?Kinostart: 13. Februar

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