Ausflüge

Urlaub an der Spree: 12 Tipps, wie ihr euch den Sommer in Berlin versüßt

Ob und wie wir dieses Jahr (Auslands-)Reisen antreten können, ist noch immer völlig unklar – auch wenn zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern ab Ende Mai wieder die Ostseestrände für Urlauber*innen freigibt. Im Zweifel solltet ihr einen Plan B schmieden – einen Plan Berlin. Und der lautet: Sommer an der Spree. Ferien in Berlin bedeutet nicht, dass ihr sechs Wochen auf Balkonien rumgammeln müsst. Hier sind 12 Tipps, wie ihr euch den Sommer in Berlin versüßt.


Der Panke vom Schiffbauerdamm bis zur Quelle in Bernau folgen

Sommer in Berlin: Wie wäre es mit einer Wanderung entlang der Panke? Foto: Imago/Schöning
Sommer in Berlin: Wie wäre es mit einer Wanderung entlang der Panke? Foto: Imago/Schöning

Ihr „Ende“ ist recht unwürdig: Über ein unterirdisches Rohr in Höhe des Schiffbauerdamms verschmilzt die Panke mit der Spree. Wer von dort allerdings aufbricht, kann entlang ihres 29 Kilometer langen Verlaufes Ecken von Berlin entdecken, die ebenso schön wie verwunschen wirken. Highlights entlang des Pankeweges sind die Flussufer in Wedding, Bürger- und Schlosspark sowie die Quelle in Bernau, die nur findet, wer genau sucht.

  • Panke, vom Schiffbauerdamm bis nach Bernau, 29 Kilometer, Tagestour, ggfs. Proviant einplanen

Insel der Jugend: Auf der Wiese dösen und die Zeit vergessen

Wasser und Sonne satt gibt es auf der Insel der Jugend in Treptow. Foto: Imago/Schöning
Wasser und Sonne satt gibt es auf der Insel der Jugend in Treptow. Foto: Imago/Schöning

Die Zeiten der lauten Partys auf der Insel der Jugend sind vorerst vorbei. Doch viel schöner ist es sowieso draußen auf der Liegewiese und an der Uferböschung. Damit ist die Insel mitten in der Spree einer der idyllischsten Plätze an Berlins Gewässern. Auf dem Gelände kann man außerdem Tretbootklassiker aus den 50er- bis 70er-Jahren und Kanus ausleihen. Es gibt einen Biergarten und in dem Turm kann man sogar Hochzeit feiern. Definitiv gehört die kleine, aber liebenswerte Insel zu den schönsten Inseln Berlins.

  • Insel der Jugend, am Treptower Park

In Berlins Vergangenheit abtauchen bei einer ausgiebigen Schlössertour

Schloss Schönhausen gehört zu den kleineren Prachtbauten Berlins, hat aber eine bewegte Geschichte. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Schloss Schönhausen gehört zu den kleineren Prachtbauten, hat aber eine bewegte Geschichte. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Die bekannten Schlösser stehen in Potsdam. Doch auch in Berlin gibt es so manchen Prachtbau, der die Zeit überdauert hat. Da wäre das kleine Schloss Schönhausen in Pankow, das einst Verbannungsort von Elisabeth Christine, der geschassten Ehefrau des Alten Fritz, war. Schönhausen wurde später zum Sitz des ersten und letzten Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, und vereint galant Rokoko-Ornamentik mit DDR-Chic (Highlight ist ein rosa gefliestes Badezimmer!). Ebenfalls sehenswert ist das Köpenicker Schloss, das zum Kunstgewerbemuseum gehört. Mit dem Sightseeingbus 100 geht es wiederum vorbei am Sitz des Bundespräsidenten, dem Schloss Bellevue. Auf keiner Tour fehlen sollte das Schloss Charlottenburg, das größte und beeindruckendste seiner Art in Berlin.

  • Schloss Schönhausen, Tschaikowskystr. 1, Pankow
  • Schloss Köpenick, Schlossinsel 1, Köpenick
  • Schloss Bellevue, Spreeweg 1, Tiergarten
  • Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 10-22, Charlottenburg

Zelten an der Kuhlen Wampe

Der Zeltplatz liegt an der Dahme. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Der Zeltplatz liegt an der Dahme. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Warum weit wegfahren, wenn das Gute so nahe ist? Das gilt auch für Campingplätze. Klar, es gibt auch schöne an der Ostsee, doch für eine kurze Auszeit braucht es keine lange Anreise. Die hat man auch nicht, wenn man an der Kuhlen Wampe unterkommt. Die Camper sind nett, Wasser und Wald nicht weit entfernt und fürs leibliche Wohl wird auch noch gesorgt.


Mit dem Rad nach Polen und wieder zurück nach Berlin

Kleines Motorboot auf der naturbelassenen Spree zwischen Hangelsberg und Fürstenwalde. Foto: Imago/Hohlfeld
Kleines Motorboot auf der naturbelassenen Spree zwischen Hangelsberg und Fürstenwalde. Foto: Imago/Hohlfeld

Schöne Radtouren durch Brandenburg gibt es viele – da spricht viel dafür, gleich mehrere Tage mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Eine schöne Tour führt über drei Tage in die Warthemündung nach Polen und zurück in das Oderbruch. Wir haben euch die schönsten Radtouren durch Brandenburg zusammengestellt.


Ein Hausboot mieten und mit Freunden durchs Umland tuckern

Die Firma Nautilus gehört zu den größeren Hausbootverleihern der Region. Die Boote holt man wahlweise in Wildau oder Fürstenberg ab. Von dort kann man dann frei entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Es gibt Boote für Paare, die Ruhe suchen, aber auch für Familien. Der Clou: Das kühle Nass ist immer direkt vor der Haustür. Eine Nummer kleiner geht auch, in Berlin gibt es einige Floß-Verleihe mit verschiedenen Angeboten.


Endlich einen Segelschein machen

Ahoi, mit dem Segelschein in der Tasche rückt das nächste Abenteuer in greifbare Nähe. Foto: Unsplash/Bobby Burch
Ahoi, mit dem Segelschein in der Tasche rückt das nächste Abenteuer in greifbare Nähe. Foto: Unsplash/Bobby Burch

Viele Verleiher bieten Boote an, die man auch ohne Führerschein steuern darf. Echte Wasserratten wissen aber, dass Segeln doch viel cooler ist und auch weitaus mehr Spaß macht. Allein, wer segeln will, braucht einen Schein. Den kann man zum Beispiel in der Segelschule Hering von Inhaber Uwe Schubert machen. Die Theorie gibt es ganz corona-konform im virtuellen Klassenzimmer. Wer sich nicht sicher ist, kann für 200 Euro einen Schnupperkurs machen. Der Segelschein kostet dann insgesamt 600 Euro – mit der Garantie, auch wirklich durch die Prüfung zu kommen.


Neu-Venedig: Auf einer Paddeltour italienisches Flair einatmen

Pittoreske Kanäle prägen die Siedlung am Rande Berlins. Foto: Imago/CHROMORANGE
Pittoreske Kanäle prägen die Siedlung am Rande Berlins. Foto: Imago/CHROMORANGE

Italienisches Flair mitten in Berlin. In Wilhelmshagen wird eine Wochenendsiedlung als „Neu-Venedig“ bezeichnet. Den Namen verdankt die idyllische Siedlung ihren kleinen Kanälen sowie den zahlreichen Brücken. Man kann zu Fuß durch die Siedlung laufen, schöner ist es jedoch, mit dem eigene Boot eine Runde zu drehen und dabei neidisch auf die Grundstücke zu blicken.

  • Neu Venedig, Rialtobrücke, Köpenick, Buslinie 161 bis Hubertusstraße

„Lost places“: Verlassene Orte erkunden in und um Berlin

Die Bärenquell-Brauerei soll in den kommenden Jahren zu einem neuen Quartier umgebaut werden. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Die Bärenquell-Brauerei soll in den kommenden Jahren zu einem neuen Quartier umgebaut werden. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Zerschlagene Fenster, Bauschutt, verkommene Fassaden: Verlassene Orte in Berlin haben mehr zu bieten als ihren schmutzigen Charme – eine oft lebhafte Geschichte. So wie die Bärenquell-Brauerei in Niederschöneweide. Die Braukessel dampfen hier schon lange nicht mehr vor sich hin. Das Gelände soll bald bebaut werden, ein israelischer Investor plant Geschäfte, Büros, Gastronomie. Wir verraten euch weitere verlassene Orte in Berlin, an denen die Zeit stillzustehen scheint.


Schwitzen und Sightseeing kombinieren auf dem Badedampfer

Fahrten im schwimmenden Whirlpool können über den Kalender vom Badedampfer gebucht werden. Das Boot wird mit umweltfreundlichem Elektromotor betrieben, ist fünf Meter lang und bietet Platz für sechs Personen. Dank der Location am Treptower Park können Badegäste auch im Herzen von Berlin rumschippern, dabei einen Sekt trinken und das Leben in vollen Zügen genießen!

  • Badedampfer, Poetensteig, Bulgarische Str., Treptow, Preis: 119 € für 1 Std. 30 Min, www.badedampfer.de

Einfach mal zum Flughafen laufen

Der Flughafen Tegel wird Ende des Jahres definitiv schließen. Foto: Imago/Metodi Popow
Der Flughafen Tegel wird Ende des Jahres definitiv schließen. Foto: Imago/Metodi Popow

Bei dieser Challenge lautet die Regel: Der Weg ist das Ziel. Und sind wir mal ehrlich, wer kennt sich schon rund um die Flughäfen aus? Dabei gibt es auf den Strecken viel zu sehen. Wer etwa nach Tegel marschiert, kommt an den Cités der französischen Besatzer vorbei, in Richtung Schönefeld/BER lernt ihr Kieze kennen, in die ihr sonst nie kommt.


Auf Flößen die Spree und das Umland entdecken

„Floss & Los“ gibt es in Schöneweide und in Friedrichshagen, angeboten werden Tipi-Flöße, Elektro-Cabrios, Entdecker-Flöße und vieles mehr. In Schöneweide führt die Tour durch die Müggelspree vorbei an der Baumgarteninsel bis hin zum Spreetunnel. Auch Grillen ist an Board Flöße möglich, das Equipment wird bei Bedarf gestellt.

  • Floss & Los Station Treptower Park, Bulgarische Str. 62, Treptow
  • Floss & Los Station Müggelsee, Müggelseedamm 216, Friedrichshagen, Preise: 150 € für 5er Floß pro Tag

Berlin entdecken – so klappt es

Berlin ist ein Paradies für die Naherholung – viele der endlosen Möglichkeiten haben wir in unseren Ausflugstipps – egal ob Wandern, Schwimmen oder hoch hinaus. In Berlin und Brandenburg gibt zudem es viele schöne Wanderwege: Wir stellen zehn Routen vor, die sich immer lohnen.

Architekten wie Mies van der Rohe, Daniel Libeskind oder Bruno Taut prägten die Stadt: Diese zwölf Orte sollte jeder Architekturliebhaber kennen. Schiff ahoi! Im Sommer will man eigentlich nur eins: auf dem Wasser sein. Diese Wassersportbetriebe leihen euch die passenden Utensilien aus – vom Klassiker, dem Tretboot bis hin zum Wasserläufer.

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