Kino & Film in Berlin

„Vielleicht lieber morgen“ im Kino

Randfigur: Die Komödie von Stephen Chbosky beobachtet milde eine gewisse Altersgruppendynamik.

Vielleicht lieber morgen

Der 16-jährige Charlie, der nach einer längeren psychischen Erkrankung auf die Highschool kommt, ist älter als seine Mitschüler, klüger und somit zum Außenseiter bestimmt, bis er sich mit der Gruppe cooler Nonkonformisten um die charismatischen Stiefgeschwister Sam und Patrick anfreundet. Stephen Chbosky hat seinen bei Jugendlichen erfolgreichen Brief­roman selbst verfilmt, dessen schöner Titel – auf Deutsch etwa „Von den Vorteilen des Mauerblümchendaseins“ – dem deutschen Verleih offenbar zu umständlich war. „Vielleicht lieber morgen“ ist ein nachdenklicher, humorvoller, warmherziger Film – dem es sogar gelingt, sentimentale Gefühle für die Achtziger he­raufzubeschwören, also eine Zeit, in der die Suche nach einem im Radio gehörten Song noch ein Abenteuer war und nicht zwei Klicks entfernt. Die Spielfreude der prominenten Nachwuchsdarsteller, darunter Emma Watson („Harry Potter“) und Ezra Miller („We Need to Talk About Kevin“), macht diese Coming-of-Age-Geschichte auch für Zuschauer jenseits der zwanzig unterhaltsam.

Text: Stella Donata Haag

Foto: Capelight Pictures

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Vielleicht lieber morgen“ im Kino in Berlin

Vielleicht lieber morgen (The Perks of Being a Wallflower), USA 2012; Regie: Stephen Chbosky ; Darsteller: Logan Lerman (Charlie), Emma Watson (Sam), Ezra Miller (Patrick); 103 Minuten; FSK 12

Kinostart: 1. November

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