Oscar-Verleihung 2018

Viva Mechiko!

Fox

Da hat die Academy of Motion Pictures and Sciences doch sehr viel richtig gemacht bei der 90. Verleihung der Oscars: Hauptdarstellerpreise für Gary Oldman („Die dunkelste Stunde“) und Frances McDormand (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“), dazu den Auslandsoscar für „Eine fantastische Frau“ (wobei man schon zugestehen muss, dass „The Square“ der vielschichtigere Film ist), der Original-Drehbuch-Oscar für „Get Out“, adaptiertes Drehbuch für den greisen James Ivory („Call Me By Your Name“) sowie der Special-Effects-Oscar für den schwäbischen Berliner Gerd Nefzer („Blade Runner 2049“).

Und auch was Gender und Hautfarbe angeht, waren Gala und Preise vorbildlich. Trotz einiger hübscher Pointen des Hosts Jimmy Kimmel war es ein eher bedächtiger Abend, und einer ohne böse Pannen wie im Vorjahr.

Als großer Sieger darf sich Mexiko fühlen, jener Nachbarstaat der USA, den Blondlocke gerne mit einem Zaun abschotten würde. Denn nicht nur der Regiepreis und der Preis für den Besten Film gingen an den Mexikaner Guillermo Del Toro und seinen Geniestreich „Shape of Water“ (Foto), mit „Coco“ gewann auch jener Film den Animations-Oscar, in dem explizit der Mexican Way of Life gefeiert wird. Dennoch eine Bitte: Por favor, Gael García Bernal: bitte sing nie wieder bei den Oscars!

 

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