Freibäder

Freibäder Berlin: Welche offen sind – und wie der Eintritt funktioniert

Immer mehr Freibäder in Berlin öffnen ihre Türen. Angesichts der Pandemie jedoch strengen Auflagen: Abstand halten, Online-Tickets, beschränkte Zeitfenster. Ab heute können Besucher*innen sich jedoch über einige Lockerungen freuen.

Schwimmen und Spielen in den Freibädern in Berlin.
Schwimmen und Spielen in den Freibädern in Berlin. Foto: imago images/Emmanuele Contini

Zum einen werden die Kapazitäten vergrößert, es können in manchen Bädern also deutlich mehr Menschen gleichzeitig in’s Bad. So sind z.B. im Strandbad Wannsee sind jetzt fast doppelt so viele Badegäste willkommen. Es werden wieder Karten für bereits ausverkaufte Zeitfenster diese Woche erhältlich sein.

Zudem erhalten Kleinkinder bis zu fünf Jahren in Begleitung von Erwachsenen wieder kostenlosen Eintritt. Sie benötigen jedoch weiterhin eine separate Eintrittskarte. Das funktioniert im online-shop so: Wenn man eine Erwachsenen-Karte gebucht hat, öffnet sich im zweiten Schritt die Option, bis zu zwei weitere Kleinkind-Eintrittskarten zu buchen.

Weietere gute Nachrichten für Kids: die Spielplätze in den Freibädern werden ab sofort geöffnet. Nach und nach folgen die Planschbecken für kleine Kinder. In den Bädern Humboldthain, dem Kreuzberger Prinzenbad und Pankow sind die Becken bereits geöffnet.

Diese Freibäder in Berlin sind offen

Die Berliner Bäder arbeiten daran, möglichst viele Anlagen zu öffnen und den Berliner*innen doch noch ein sommerliches Schwimmvergnügen zu ermöglichen. Bisher haben, Stand 17. Juni, diese Bäder bereits geöffnet:

  • Sommerbad Seestraße (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • Sommerbad Pankow (tägl. 8-10; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • Sommerbad in Wilmersdorf (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • im Olympiastadion (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • in Spandau-Süd (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • im Strandbad Wannsee (tägl. 9-14 Uhr; 15-20 Uhr)
  • im Sommerbad Kreuzberg (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • Sommerbad Neukölln am Columbiadamm (tägl. 7-10 Uhr; 11-15:00; 16-20 Uhr)
  • Sommerbad im Kombibad Gropiusstadt (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • Sommerbad Mariendorf (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • Sommerbad am Insulaner (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • Sommerbad Humboldthain (tägl. 7-10 Uhr; 11-15 Uhr; 16-20 Uhr)
  • Kinderbad Marzahn (Platsch) (tägl. 10-18:30 Uhr)

Wichtig: Tickets müssen vorab gebucht werden. Dazu gibt es fixe Timeslots. Das Badevergnügen ist zeitlich begrenzt. Der Fixpreis liegt bei 3,80 Euro.

Das Sommerbad Mariendorf ist endlich wieder geöffnet – die große Rutsche ist ein Vergnügen für Kinder. Und Erwachsene. Foto: Imago Images/Lambert
Das Sommerbad Mariendorf ist endlich wieder geöffnet – die große Rutsche ist ein Vergnügen für Kinder. Und Erwachsene. Foto: Imago Images/Lambert

Badeschiff öffnet ebenfalls – auch hier viele Einschränkungen

Neben den Freibädern der Berliner Bäder hat ab 12. Juni auch das beliebte Badeschiff wieder geöffnet. Täglich bei gutem Wetter von 10:00 bis 19:30 Uhr. Es gelten auch hier zahlreiche Bedingungen:

  • Nur Onlinetickets mit Zeitfenster (2 Stunden)
  • Einheitlicher Preis pro Ticket: 6,50 €
  • Max. 4 Tickets pro Bestellung
  • Max. 7 Tage vorher im Verkauf
  • Kein Storno, kein Umtausch
  • Ticket ausdrucken oder den Barcode auf dem Handy vorzeigen
  • Weiterverkauf ist untersagt

„Alles steht unter dem absoluten Vorbehalt der Entwicklung der offiziellen Infektionsschutzvorgaben“, sagt Dr. Johannes Kleinsorg, Vorstandsvorsitzender der BBB. Denn die Sicherheit der Badegäste und des Personals dürfe nicht gefährdet werden.

Bahnen ziehen soll in den Berliner Bäder wieder möglich werden.
Bahnen ziehen soll in den Berliner Bäder wieder möglich werden – aber mit Abstand zum Nebenschwimmer. Foto: imago/Sven Lamber

Freibäder in Berlin: in dieser Saison nur mit Einlassbeschränkungen

Aus diesem Grund werden sich Berliner*innen in dieser Freibad-Saison etwas umstellen müssen. Die für alle Freibäder gültigen Eckpunkte der Betriebskonzepte sehen neben geschlossenen Dusch- und Umkleideräumen die zeitliche beschränkung des Freibad-Aufenthaltes vor. Konkret: Badegäste können ausschließlich online eine Eintrittskarte zum Einheitspreis von 3,80 Euro für ein bestimmtes Zeitfenster erwerben – online bei den Berliner Bädern. Tickets gibt es immer eine Woche vorher, also wer am 8. August schwimmen gehen will, kann die Tickets ab dem 1. August kaufen.

Mit Ablauf der Badezeit müssen alle Besucher*innen das Freibad verlassen. Dieses wird dann eine Stunde lang gereinigt und desinfiziert, bevor es für das nächste Zeitfenster wieder geöffnet wird. Wie lange dieses Fenster sein wird, wird sich je nach Bad unterscheiden.

Allerdings werde der ganztägige Aufenthalt, so wie man es bisher kenne, erstmal nicht möglich sein, so der Sprecher weiter. Der Aufenthalt zum Sonnenbaden ist in den meisten Sommerbädern rund um die Schwimmbecken und auf den Beckenumgängen nicht möglich. Die Liegewiesen sind jedoch geöffnet – hier gilt, wie in den Berliner Grünanlagen auch, ein Mindestabstand von fünf Metern.

FKK am Wannsee nicht mehr erlaubt

Freunde der Freikörperkultur müssen im Strandbad Wannsee auf den gesonderten Abschnitt vorerst verzichten. Denn das Einheitsticket bezieht sich auf die gesamte Strandlänge. Würden jetzt sämtliche Badegäste den beschränkten FKK Bereich aufsuchen wollen, könnte man dort die Einheiltung der Abstandsregel von 1,5 Metern nicht mehr gewährleisten.

Ebenso wird der Aufenthalt im Becken limitiert sein. Denn Abstand halten gilt auch im Wasser. Deswegen kann nur eine beschränkte Anzahl von Badegästen gleichzeitig ins Becken hinein. Sollte dieses bereits voll sein, wenn man ankommt, muss man sich gedulden. Zusätzliches Personal am Becken wird diesen Ablauf koordinieren. Wer schon lange im Becken ist, wird eventuell gebeten, Platz für die nächsten Badegäste zu machen. In den Becken gelten besondere Schwimmregeln auf Doppelbahnen. Überholen ist nur möglich am Beckenrand, wenn die Bahn zu Ende geschwommen ist.

Strandbad am Wannsee: Neben einigen Freibädern ist auch dieses beliebte Ausflugsziel wieder in Betrieb: Imago/Gora
Strandbad am Wannsee: Neben einigen Freibädern ist auch dieses beliebte Ausflugsziel wieder in Betrieb: Imago/Gora

Die Berliner Bäder setzen auf Kooperation

Die Berliner Bäder setzen jedoch auf Kooperation seitens der Badegäste. „Ohne wird es nicht gehen, denn wir können nicht mit jedem einzeln sprechen.“, so Oloew.

An den Regeln wird deutlich, dass die Freibad-Eröffnung auf das Schwimmen ausgelegt ist. Damit aber auch Familien auf ihre Kosten kommen, werden Nichtschwimmerbecken geöffnet sein. Die Sprungtürme und Rutschen allerdings nicht. Mögliche Lockerungen dieser strengeren Bestimmungen sind abhängig von der Entwicklung des Pandemiegeschehens.

Eigentlich sei unter den Regeln der Pandemie ein Freibadbetrieb nicht möglich und das müsse allen klar sein, betont Oloew. „Wir wollen es trotzdem versuchen. Damit dieser Versuch gelingt und wir diese strengen Regeln eventuell aufweichen können, bitten wir alle mitzumachen.“

Es wird ein großes Freibad-Experiment. Augen zu und rein ins Wasser!

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