Komödie

„Wie die Mutter, so die Tochter“ im Kino

Nachdem Karin Viard jüngst in „Das unerwartete Glück der Familie Payan“ ungewollt schwanger werden durfte, mimt jetzt Juliette Binoche eine Spätgebärende ­

Foto: Prokino

Bereits der Vorspann stimmt auf seichte Komödienkost ein. Tatsächlich erschöpft sich der Witz von Noémie Saglios Regie­debüt darin, dass Mado ­(Binoche) immer noch bei Tochter Avril und deren Mann Louis wohnt – und beide Frauen gleichzeitig schwanger werden. Dass Mado im Gegensatz zu ihrer verantwortungsbewussten Tochter den ewigen Teenager gibt, ist wenig originell.
Leider ergeht sich das Lustspiel in allerlei boulevardeskem Gezänk, es wird geschrien und geheult und mit Türen geknallt. So sitzt man die 94 Minuten bis zum vorhersehbaren Ende gelangweilt ab: Natürlich flippt die beherrschte Tochter irgendwann aus, natürlich wird Mado ihr Kind behalten, natürlich kommt sie wieder mit Marc zusammen, und natürlich kriegt auch Marcs Hund am Ende seine Hundedame. Gähn. Juliette Binoche und Lambert Wilson hätte man ein besseres Drehbuch und dankbarere Rollen gewünscht. Hier war leider nur peinliches Grimassieren gefragt.

Telle mère, telle fille (OT) F 2017, 94 Min., R: Noémie Saglio, D: Juliette Binoche, Camille Cotin, Lambert Wilson, Start: 14.9.

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