Kino & Film in Berlin

„Womb“ im Kino

Ernste Themen: das melodramatische Klondrama von Benedek Fliegauf.

wombTommy (Matt Smith) stirbt bei einem Autounfall. Seine Freundin Rebecca (Eva Green) lässt sich seine DNA einpflanzen und bringt dann die zweite Ausgabe ihres Freundes zur Welt. Sie zieht ihn groß, weil sie ein Kind von ihm möchte. Das ist die Story von „Womb“, dem neuen Film von Benedek Fliegauf.

Kulisse dieser Zukunftserzählung, in der Klonen zum Alltag der Menschen gehört, ist eine kleine Insel, auf der die Menschen ein sehr einfaches, ländliches Leben führen. Einfühlsam und behutsam erzählt der Film die Geschichte von Rebecca, von ihrer großen Liebe und ihrer großen Trauer, in beinahe jeder Einstellung ist das Meer zu sehen. „Womb“ bemüht alle filmischen Mittel, um die Geschichte so dramatisch wie möglich zu erzählen. Doch Genforschung, Klonen, Inzest – das ist zu viel für einen Film, der zugleich ein schweres Melodrama um die verlorene große Liebe sein will, und das ist zu viel für den Zuschauer. Nicht, weil er mit so ernsten Themen überfordert ist, sondern weil ihm diese ernsten Themen in einer derart absurden Zusammenstellung präsentiert werden, dass er sicher nicht den Film zum Anlass nimmt, ernsthaft über Klonen und die möglichen Folgen der Genforschung nachzudenken.        

Text: Katharina Wagner

Foto: Wolfgang Borrs

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Womb“ im Kino in Berlin

Womb Deutschland/Ungarn/Frankreich 2010; Regie: Benedek Fliegauf; Darsteller: Eva Green (Rebecca), Matt Smith (Thomas), Lesley Manville (Judith); 107 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 7. April

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