Berlins Beste

Zehn herbstliche Märkte in Berlin

Kürbisschau Späth’sche Baumschulen Foto: Daniela Incoronato

Frisch von Baum und Feld

Im September ist Hochzeit für Geerntetes aus der Region Berlin-Brandenburg, das vielerorts auf Märkten und Festen angeboten wird. Neben Äpfeln, Birnen, Kartoffeln und Pilzen stimmen vor allem Kürbisse auf den Herbst ein.


1. Erntefest im historischen Dorfanger

Zum 25. Mal findet an diesem Wochenende auf dem historisch erhaltenen Dorfanger das Alt-Marzahner Erntefest statt. Dabei werden bäuerliche Produkte und Bio-Erzeugnisse angeboten wie Kürbisse, Zucchini, Äpfel, Salate, Möhren, Gurken, Kohlsorten oder Marmeladen. Die Erntekönigin gibt sich am Sonnabend (11.15 Uhr) die Ehre.

Marzahner Erntefest Dorfanger Alt-Marzahn, Marzahn, samstags 10–22 Uhr, sonntags 10–19 Uhr, Eintritt frei, Tel. 65 76 35 60, www.alt-marzahner-erntefest.de


2. Beim Kartoffelfest dreht sich alles um die beliebte Knolle

Kartoffelfest Domäne Dahlem Foto: Domäne Dahlem

Linda, Talent, Laura und andere moderne Sorten können beim Kartoffelfest am nächsten Wochenende vom Acker der Domäne Dahlem geerntet werden. Historische Kartoffelsorten wie Lauer Schwede und Bamberger Hörnchen sowie Mangold und Kürbis werden an den Gemüseständen der etwa 20 Händler angeboten. Zum Festprogramm gehören auch Führungen, Musik und Kartoffeldruck.


Domäne Dahlem Königin-Luise-Str. 49, Dahlem Sa+So 21./22.9., 10–18 Uhr, 4, erm. 2 Euro, Tel. 666 30 00, www.domaene-dahlem.de


3. Vom Bio-Hof im Oderbruch für die Städter

Freitags wird auf dem Bioland-Hof Zielke am Rande des Oderbruchs geerntet, sonnabends verkauft. Derzeit ist der Marktstand mit Salaten, Mangold, Sellerie, Möhren, Radieschen und Kohlrabi bestückt. „Im September und Oktober ist das Angebot besonders groß, da es noch Sommer-, aber auch schon Herbstgemüse gibt“, so Ina Zielke. Ende des Monats beginnt die Brokkoli- und Blumenkohlsaison.

Bioland-Hof Zielke auf dem Wochenmarkt Breslauer Platz, Friedenau, samstags 8–14 Uhr, www.biolandhof-zielke.de


4. Exotisches, Herbstliches und Delikates

Feigen, Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen und Weintrauben gehören zum Herbstsortiment von Elias Nakhle. Seit fast 40 Jahren ist er Obst- und Gemüsehändler. „Nicht billig, aber sehr gut“ lautet seine Devise für das regionale wie internationale Angebot. „Jetzt beginnt auch die Kürbis- und Pfifferlingszeit. Pfifferlinge bieten wir bereits geputzt an“, so Elias Nakhle.

Elias Obst & Gemüsehandel Foto: Promo

Elias Obst & Gemüsehandel Hohenzollerndamm 92, Schmargendorf, Mo–Fr 7–19.30 Uhr, Sa 7–16 Uhr, Tel. 825 98 14


5. Knackfrisches aus eigenem Anbau in Werder

Gelbe, blaue oder marmorierte Bohnen, Herbst-Himbeeren, Pastinaken und Freiland-Tomaten aus ökologischem Anbau bieten Annett Kornetzki und André Buchholz an ihrem Stand auf dem Wochenmarkt an. Und natürlich Kürbisse, die haben ja jetzt Saison. Ihr zwei Hektar großer, 2011 eröffneter Gartenbaubetrieb mitsamt Obstplantage befindet sich in Werder an der Havel.

Joes lebender Garten auf dem Wochenmarkt Parchimer Allee, Britz, freitags 10–18 Uhr, www.diemarktplaner.de


6. 150 Apfelsorten gibt es im Laufe des Jahres

Späth’sche Baumschulen Kürbisschau Foto: Daniela Incoronato

Gerade hat Caty Schernus den 12. Geburtstag ihrer Apfelgalerie gefeiert, in der sich alles um Obst und Gemüse aus Brandenburg dreht. Der Fokus liegt auf Äpfeln, die sie vor allem von ihren Eltern, die Obstbauern sind, bezieht. Das Jahr über offeriert sie etwa 150 Sorten, derzeit frühe wie Delbarestivale oder Gravensteiner. Ebenfalls im Angebot: Birnen, Pflaumen, Zwetschgen, Gurken, Tomaten.

Apfelgalerie Goltzstr. 3, Schöneberg, Di–Fr 11–19 Uhr, Sa 11–15 Uhr, Tel. 44 70 56 30


7. Waldpilze sind bis Oktober im Sortiment

„Jetzt beginnt die Apfel- und Birnenernte und es gibt auch noch aus dem Sommer Pfirsiche und Nektarinen“, sagt Obst- und Gemüsehändler Bernd Paupitz. Der September beschert auch Pflaumen, Trauben, grüne und gelbe Bohnen. Bis in den Oktober haben Waldpilze Saison. Bei Kartoffeln finden sich jetzt haltbare Sorten, etwa Linda und Cilena.

Obst und Gemüse Paupitz Wochenmarkt Onkel-Tom-Str. 99, Zehlendorf, donnerstags 12–18.30 Uhr, www.diemarktplaner.de


8. 250 verschiedene Kürbissorten im Angebot

Kürbisfest Foto: Lutz Griesbach

Kürbisse, soweit das Auge reicht. Beim „Großen Kürbisfest“ rund um den Festplatz sind etwa 250 Sorten zu bestaunen. Wie man das Gemüse dekorativ gestalten kann, führt Kürbisschnitzer und Koch Winfried Karras vor. Außerdem verrät er Rezepte. Besucher können Kürbisöle, -kerne und -marmeladen kaufen.

Großes Kürbisfest im Britzer Garten Eingang Mohriner Allee, Marienfelde, So 22.9., 12–18 Uhr, 3 Euro, erm. 1,50 Euro, www.britzer-garten.de


9. Die festkochende Cilena aus der Lüneburger Heide

Bratkartoffeln aus der festkochenden Cilena, Pürree aus der mehligen Sonata – Till Schirmer alias „Kartoffel-Till“ hat immer auch Rezept-Tipps parat. An seinem Stand bietet er im Schnitt fünf bis sechs Kartoffelsorten wie auch rote und weiße Zwiebeln von Bauern aus der Lüneburger Heide an.

Kartoffel-Till Neuer Markt am Südstern, Kreuzberg, samstags 10–16 Uhr


10. Aus eigener Produktion

Späth’sche Baumschulen Kürbisschau Foto: Daniela Incoronato

In den Späth’schen Baumschulen werden 100 Speisekürbissorten gezogen. Am kommenden Wochenende werden die prächtigen Exemplare beim Traditionsfest präsentiert und im Hofladen verkauft.

Späth’sche Baumschulen Späthstr. 80, Baumschulenweg, Sa+So 21.+22.9., 9–18 Uhr, 8 Euro, Tel. 63 90 03-0,
www.spaethsche-baumschulen.de