Ausstellung/Andere Orte

Kyiv Perenniale

Die Kyiv Perenniale eröffnet vom 23.–25. Februar 2024 in Berlin und begeht damit symbolisch den zehnten Jahrestag der Maidan-Revolution sowie das zehnte Jahr des russischen Krieges gegen die Ukraine. Sie ist eine Fortsetzung der paneuropäischen Ausgabe der Kyiv Biennale 2023 mit Ausstellungen an verschiedenen Orten und öffentlichen Programmen in einer Reihe von ukrainischen und EU-Städten.



Die Kyiv Perenniale interpretiert die Idee der Biennale als kollektives, langfristiges Unterfangen vor dem Hintergrund politischen, sozialen und kulturellen Überlebens: „Perennial“ bedeutet „mehrjährig“, „beständig“ oder „ausdauernd“. Durch künstlerische und diskursive Praktiken setzt sich die Kyiv Perenniale mit den vielschichtigen Realitäten des Krieges auseinander. Die Beiträge thematisieren die soziale und politische Polarisierung in europäischen Gesellschaften, aktuelle dekoloniale Tendenzen in der Kultur und Politik Osteuropas sowie Kriegstraumata, Flucht und Vertreibung.



Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat zu einer neuen Welle investigativer, forschungsbasierter und dokumentarischer Ansätze von Künstler_innen, Aktivist_innen und Journalist_innen geführt, mit dem Ziel, Beweise für Kriegsverbrechen zu sammeln. Diese reichen von der Tötung von Zivilistinnen über die Auslöschung architektonischen und anderen kulturellen Erbes bis hin zu Umweltzerstörung, die noch lange nach Ende des Krieges Auswirkungen auf das Leben der Menschen in der Ukraine haben wird. Daneben werden auch die russische Invasion des Donbas, die Geschichte der Krim-Tatar_innen und deutsche Kriegsverbrechen auf ukrainischem Boden während des Zweiten Weltkriegs wieder in Erinnerung gerufen. Jenseits einer reinen Aufarbeitung von Geschehenem richtet die Ausstellung den Blick in die Zukunft und sucht nach Auswegen aus der gegenwärtigen Sackgasse von Krieg, Autoritarismus und Kolonialismus.



Zum Auftakt lädt die Kyiv Perenniale zu einem dreitägigen Eröffnungswochenende ein: Am 23. Februar eröffnet die Berliner Ausgabe in der nGbK am Alex. Am 24. und 25. Februar folgen weitere Eröffnungen bei Between Bridges und in der station urbaner kulturen/nGbK Hellersdorf. Am 1. Juni 2024 organisiert die Prater Galerie schließlich das Symposium „What’s Left of the Friendship of Nations?“.



 



Künstler_innen: Anonym, Zuzanna Czebatul, De Ne De, Dmytro Hreshko, Nikita Kadan, Leon Kahane, Roman Khimey und Yarema Malashchuk, Yana Kononova, Daria Kozlova und Arwina Afsharnejad, The Reckoning Project, Vladyslav Riaboshtan, Mykola Ridnyi, Anna Scherbyna und Christina Werner, Anton Shebetko



Plakatkampagne mit Pavel Brăila, Uliana Bychenkova, Experimental Jetset, Marina Naprushkina, Aliona Solomadina, Wolfgang Tillmans



Künstlerische Leitung: Vasyl Cherepanyn



Kuratorisches Team: Jörg Heiser, Serge Klymko, Constanze Musterer, Viktor Neumann, Lena Prents, Can Mileva Rastovic, Wolfgang Tillmans, Shahin Zarinbal



 



Ausstellungsorte



nGbK am Alex

Karl-Liebknecht-Straße 11/13, 10178 Berlin

Laufzeit: 24.2.–1.4.2024

Eröffnung: 23.2.2024

Öffnungszeiten: Di–So 12–18, Fr 12–20 Uhr



station urbaner kulturen/nGbK Hellersdorf

Auerbacher Ring 41, 12619 Berlin

Laufzeit: 26.2.–9.6.2024

Eröffnung: 25.2.2024

Öffnungszeiten: Do und Sa 15–19 Uhr



Between Bridges

Adalbertstraße 43, 10179 Berlin

Laufzeit: ab 25.2.2024

Eröffnung: 24.2.2024

Öffnungszeiten: Mi–Sa 12–18 Uhr



Prater Galerie

An temporären Orten in der Stadt

Details zu Orten und Laufzeit werden noch bekanntgegeben

Symposium: 1.6.2024



 



Das Projekt ist eine Kooperation des Visual Culture Research Centers, der neuen Gesellschaft für bildende Kunst und der Kulturstiftung des Bundes, in Zusammenarbeit mit Between Bridges und der kommunalen Prater Galerie. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.



Partner: Emergency Support Initiative, Documenting Ukraine am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) Wien, Osteuropa-Institut an der Freien Universität Berlin, Ministerium für Kultur und Information der Ukraine, The Reckoning Project, Ukrainisches Institut in Deutschland.

Grafik: Stefaniia Bodnia und Aliona Ciobanu
Grafik: Stefaniia Bodnia und Aliona Ciobanu Grafik: Stefaniia Bodnia und Aliona Ciobanu

Daten & Fakten

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Veranstaltungsort

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