STADTTEILE

Köpenick

Hier treffen sich Dahme, Müggelsee und Spree. Köpenick hat eine wald- und seenreiche Umgebung. Es ist der größte Ortsteil Berlins, jedoch am dünnsten besiedelt. Hier leben nur 3,7 Prozent der Menschen in Berlin. 75 Prozent des Ortsteils bestehen nämlich aus Wiesen, Gewässern und Wald. Was in dem grünen Köpenick so los ist? Das erfahrt ihr hier.

Von der Dahme aus hat man einen tollen Blick auf die Altstadt von Köpenick und das Rathaus. Foto: Imago/ Schöning

Köpenick gehört seit der Verwaltungsreform zum Bezirk Treptow-Köpenick. Hier fließen Dahme und Spree zusammen. Der Südosten Berlins hat eine mittelalterliche und eigenständige Stadttradition, ähnlich wie Spandau. Beide Ortsteile Berlins sind aus slawischen Burgwällen entstanden. Köpenick erhielt schon im Mittelalter das Stadtrecht und hat bis heute noch einen gut erhaltenen Stadtkern sowie viele Vororte.

Seit wann gehört Köpenick zu Berlin?

Der Ortsteil Köpenick grenzt an die Stadtteile Treptow, Lichtenberg, Marzahn und Hellersdorf (im Norden und Westen) und an die Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Dahme-Spreewald des Landes Brandenburg (im Osten und Süden). Seit 1920 gehört Köpenick zu Berlin. Erst 1931 wurde aus „Cöpenick“ der heute größte Ortsteil von Berlin.

Zur mittelalterlichen Stadt gehören die Köpenicker Insel (Altstadt Alt-Köpenick), die Schlossinsel und der Kietz. Dieser hatte eine besondere Rechtsstellung, sogar bis 1898. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstanden dann die Dammvorstadt, die Kietzer Vorstadt und die Köllnische Vorstadt. Ebenso Wendenschloss (eine Villenkolonie) und das Salvador-Allende-Viertel. Dieses ist das größte Neubaugebiet Köpenicks und entstand in DDR-Zeiten.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Köpenick ist eine Mischung aus Kultur, Natur und Genuss. Es gibt hier so einiges zu entdecken. Gerne machen Berliner und Berlinerinnen hierher einen Ausflug. Immer noch Berlin, aber anders. So findet man im Fischerkiez fast 200 Jahre alte Häuser. Wie aus einer anderen Zeit gefallen, reihen sich die Hütten aneinander. Hier steht auch das Rathaus Köpenick, in welchem die Geschichte des Hauptmanns von Köpenick erzählt wird.

Der Hochstapler Friedrich Wilhelm Voigt machte Köpenick weltbekannt. Als Hauptmann von Köpenick besetzte er das damalige Cöpenick bei Berlin, in dem er in das Rathaus eindrang, den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse raubte. Foto: Imago/ Jürgen Ritter

Sehenswertes in Köpenick

Zwischen Schlossinsel und Kiez liegt die Anlage zum Frauentog mit dem Denkmal von Mutter Lustig. Auch an der Uferpromenade Luisenhain kann man entlang schlendern. Eine weitere Uferpromenade lädt zum Flanieren ein: zwischen Spreebrücke in der Salvador-Allende-Straße und dem Spreetunnel. Auch dieser ist einen Besuch wert. Genauso der Platz des 23. April.

Natur erleben in Köpenick

Köpenick liegt im Berliner Urstromtal. Die Spree verbindet Köpenick mit dem großen Müggelsee. Er ist mit einer Länge von viereinhalb Kilometern und einer Breite von zweieinhalb Kilometern der größte See Berlins und der größte innerstädtische See Europas. Hier hat Wassersport eine lange Tradition und im Sommer können Boote ausgeliehen werden. Es gibt drei offizielle Badestellen: Seebad Friedrichshagen, Strandbad Müggelsee mit angrenzendem FFK-Strand und den Badestrand am kleinen Müggelsee. Neben dem Müggelsee hat Berlin noch viele weitere tolle Badeseen. Das viele Wasser macht Köpenick auch für Stand-Up-Paddling interessant.

Wandern kann man rund um die Müggelberge. Oder wie wäre es mit einer Radtour? Mit 115 Höhenmetern sind die Müggelberge die höchste natürliche Erhebung Berlins. Auf ihnen findet man den 30 Meter hohen Müggelturm. Von ihm aus hat man klaren Tagen eine Sicht bis nach Bernau und Königs Wusterhausen. Der Turm ist auch zum Wahrzeichen der Stadt geworden.

Die Aussicht vom Müggelturm ist wirklich toll. An schönen Tagen kann man hier bis Königs Wusterhausen schauen. Foto: Imago/ Schöning

Am Fuß der Müggelberge liegt der Teufelssee. An ihm entlang liegt eine der schönsten Spaziergang-Routen Berlins. Der Teufelssee entstand aus einem aus der Eiszeit stammenden Moor. Der moorige Untergrund verläuft auf dem ganzen drei Kilometer langem Lehrpfad.

In Köpenick gibt es viele Wälder und Gewässer. Hier befinden sich 85 Prozent Kiefernwald, welche nahtlos nach Brandenburg übergehen.

Wissenswertes über Köpenick

Das jährliche Weihnachtssingen in der alten Försterei zieht viele Menschen an. Das Stadion ist immer gut gefüllt. Dafür Karten zu bekommen gestaltet sich leider als schwierig. Foto: Imago/Karina Hessland

In Köpenick ist 1. FC Union Berlin zu Hause. Der Erstligist wurde 1966 gegründet und richtet seine Heimspiele in der alten Försterei aus. Hier findet auch das traditionelle Weihnachtssingen statt. Am Ufer kann man ebenfalls toll Spazieren gehen. Auch die Frauen-Volleyball-Erstligisten Köpenicker SC gewinnen in Köpenick ihre Spiele.

Im Schmetterlingshorst findet man die zweitgrößte Schmetterlingsausstellung dieser Art in Europa und die größte Deutschlands.

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