Ausstellung/Museen

Dinge ordnen

Karteikästen, Hefter, Ordner, Regale, Paletten – mit der Ausstellung DINGE ORDNEN soll vor dem Hintergrund vielfältiger Ordnungsdinge ein Raum für die eigene Reflexion und für einen Diskurs von Spezialist*innen der Wissens- und der Alltagsordnungen eröffnet werden.



Im Alltag sind wir bemüht, dem Chaos mittels Ordnungshelfern, Ordnungshütern und Ordnungsrastern Einhalt zu gebieten. Hilfsmittel geben dafür eine bestimmte Art und Weise der Strukturierung vor: Kästen, Schubfächer und Schränke, Regeln, Koordinaten und Systeme, alphabetische oder numerische Auszeichnungen und Register.



Die Betrachtung diverser Ordnungsvor- und -verrichtungen macht die Allgegenwart der Ordnungsaufgaben deutlich und kann auch dazu beitragen, blinde Flecken insbesondere der Museumsarbeit zu erkennen.



Im Museum ist Ordnung ein unverzichtbarer Aspekt, vielleicht der wesentlichste. Die Ordnung der Dinge und die Ordnung des Wissens bedingen sich gegenseitig. Theoretische Strukturierungsmodelle lassen oft den praktischen Zugriff vergessen, der beim musealen Ordnen im Sammeln, Auspacken und Sichten, Einordnen, Inventarisieren und Katalogisieren von Objekten und Dokumenten deutlich wird. Auf Grundlage der vergleichenden Betrachtung und Analyse, des Unterscheidens, des Trennens und Zusammenfügens arbeitet das Museum als eine Art „Ordnungsmaschinerie“, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Auftrag und einer wissenschaftlichen Systematik funktioniert.



In der Ausstellung werden den dinglichen Ordnungselementen zwei assoziative für das Projekt entstandene Installationen von Sibylle Hofter und Moritz Fehr gegenübergestellt.



Das Projekt DINGE ORDNEN bildet den Auftakt für weitere Aktivitäten anlässlich des 50. Jubiläums der Gründung des Werkbundarchivs in den Jahren 1972/73.



Am 19. Mai ist der Eintritt ins Museum frei. 

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