Kunst

Rückblicke. Text und Bild

KÜNSTLERINNEN:SÜHEYLA ASCI, HEIKE FRANZISKA BARTSCH, SANDRA BECKER 01,FRAUKE BEECK, GWENLLIAN FARAH, ALMUT FLENTJE, JEANNE FREDAC,VERENA KYSELKA, GABRIELE NOCKER, GERTRAUDE POHL, ULRIKE PRASSE-SCHIEFNER, JUTTA ROSENKRANZ, ANGELIKA SCHNEIDER VON MAYDELL, ILA WINGEN, ULRIKE-MARTHA ZIMMERMANN.2019 ist ein Jahr großer Rückblicke. Vor 100 Jahren durften Frauen das erste Mal wählen, gründete sich das Bauhaus, wurde Rosa Luxemburg ermordet, starb die Frauenrechtlerin  Hedwig Dohm hochbetagt und wurde die Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing geboren. Die Ausstellung „Rückblicke. Text und Bild“ der GEDOK Berlin schaut zurück auf dasJahr 1919 und seine weitreichenden Ereignisse. In unterschiedlichen Medien wie Objekt- und Textilkunst, Skulptur, Malerei, Fotografie und Film fragen die 13 jurierten Künstlerinnen wie verwoben Vergangenheit und Gegenwart sind. Zwei Lesungen während der Ausstellungsdauer werfen zudem literarisch einen Blick zurück. Die Autorin Ulrike Prasse-Schiefner liest eine Prosaminiatur, deren Ausgangspunkt ein Zitat von Doris Lessing ist und Jutta Rosenkranz beleuchtet in ihrem Text das Leben von Hedwig Dohm. Ganz im Sinne der GEDOK als Künstlerinnenverband, dessen Gründung im Jahr 1926 mitten in die Zeit der Weimarer Republik fällt, liegt ein besonderer Fokus der Ausstellung auf der Selbstermächtigung von Frauen. Die Künstlerinnen beweisen einmal mehr, dass der Blick in die Geschichte ein wichtiges Instrument feministischer Reflexionen ist. Frauenhaben Geschichte immer mitgestaltet, auch wenn der patriarchale Kanon sie gerne ausgeblendet hätte. (Kuratorin Charlotte Silberman)

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