Berlinale 2018 - Wettbewerb (außer Konkurrenz)

Ein Hindernislauf

In seinem Dokumentarfilm Eldorado verbindet der Schweizer Regisseur Markus Imhoof eine persönliche Geschichte mit der aktuellen FlüchtlingsproblematikIn ,Das Boot ist voll‘ kamen keine Boote vor, jetzt kommen sie vor und sind tatsächlich voll“, konstatiert Markus ­Imhoof. Damit schlägt der Schweizer Regisseur den Bogen zum Jahr 1981, als er mit seinem Film „Das Boot ist voll“ im Berlinale-Wettbewerb vertreten war. Der erzählte vom Umgang der Schweiz mit jüdischen Emigranten aus Nazi-Deutschland und wurde damals mit zahlreichen Preisen, darunter einem Silbernen Bären, ausgezeichnet. In seinem neuen Film „Eldorado“ geht es um die aktuelle Flüchtlingsproblematik.

Eldorado
Foto Majestic / zero one film / Peter Indergand

Damals ein Spielfilm, heute ein Dokumentarfilm: Bei seinem vorangegangenen Film, dem weltweit erfolgreichen „More Than Honey“, merkte er: „Die Wirklichkeit kann man nicht inszenieren. Das Flüchtlingsthema jetzt mit Schauspielern zu machen, wäre mir fast obszön vorgekommen.“ Was den Film über das Bienensterben mit „Eldorado“ verbindet, ist der persönliche Bezug: Imhoof war noch ein ganz kleiner Junge, als seine Eltern ein Mädchen aus Italien, Giovanna, aufnahmen. Es ist „zwar eine tragische Geschichte, eine Kinderliebe, die kaputtgemacht wird, aber letztendlich auch der warme Nerv im Film, der eine Utopie zeigt – wie es sein könnte.“ Er habe lange überlegt…

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